Das Logistik-Unternehmen Dachser hält seit Ende Oktober mehrheitlich die Anteile an dem Logistik-Softwareanbieter Kasasi. Mit der Investition möchte sich das in Kempten ansässige Unternehmen unter anderem in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Telemetrik und Internet of Things verbessern.

Das deutsche Familienunternehmen Dachser hat die Anteilsmehrheit an der Kasasi GmbH am 25. Oktober erworben. Die vollständige Übernahme erfolgt nach Angaben von Dachser schrittweise bis 2026. CEO und Founder Markus Lechner wird die Geschäfte bei Kasasi weiterhin führen. Über den Kaufpreis haben die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

„Mit Dachser als Mehrheitseigner können wir unsere Erfolgsgeschichte auch in Zukunft fortführen und uns ganz auf die Entwicklung zukunftsweisender Transport- und Logistik-Software konzentrieren“, sagt Markus Lechner (Bild Mitte), der vor der Gründung des Start-ups selbst mehrere Jahre bei Dachser beschäftigt war.

„Kasasi ist ein hoch innovativer Anbieter von Connectivity- und IoT-Anwendungen, der unsere eigenen digitalen Kompetenzen gezielt verstärkt“, sagt Stefan Hohm (Bild rechts), Chief Development Officer und Mitglied des Vorstands bei Dachser. „Die Plattform von Kasasi kombiniert die Telematikdaten aus unseren über 8.500 Wechselbrücken und 5.000 Trailern mit den Sendungs- und Planungsdaten aus unserem Transport-Management-Kernsystem Domino. Die intelligente Verheiratung und Analyse dieser Daten eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten für die Transportplanung, die Berechnung von Ankunftszeiten aber auch für die Sendungsverfolgung und -steuerung.“ Kasasi wurde im Jahr 2009 gegründet und beschäftigt 50 Mitarbeiter. Das Start-up hat seinen Sitz in Kempten im Allgäu.

Knapp 32.000 Mitarbeiter – der Familienkonzern Dachser

Das Speditions- und Familienunternehmen Dachser wurde 1930 von Thomas Dachser als Ein-Mann-Betrieb gegründet. Das Unternehmen bietet heute Dienstleistungen in den Bereichen Transport- und Kontraktlogistik sowie Lagerung an. Im Geschäftsjahr 2021 erwirtschaftete das Logistikunternehmen mit rund 31.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von rund 7,1 Milliarden Euro. Bernhard Simon wechselte als letztes operativ tätiges Familienmitglied Ende 2020 in den Verwaltungsrat des seither fremdgeführten Familienkonzerns. CEO ist aktuell Burkhard Eling (Bild links). Simon war von 1999 bis 2020 Mitglied der Geschäftsleitung des Unternehmens, das mit eigenen Landesgesellschaften in 42 Ländern vertreten ist und weltweit 376 Standorte unterhält. Sitz des Unternehmens ist, wie auch bei Kasasi, Kempten im Allgäu.

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