Mit Wirkung zum 10. Oktober hat die Doppelmayr Gruppe den Karosserie- und Kabinenhersteller Carvatech aus Oberösterreich übernommen. Carvatech wird innerhalb der Gruppe als eigene Marke bestehen bleiben. 

Doppelmayr hat den österreichischen Karosserie- und Kabinenhersteller Carvatech übernommen. Sowohl Carvatech als auch die bereits zur Doppelmayr Gruppe gehörende Tochter CWA bleiben als eigenständige Marken innerhalb der Gruppe bestehen. Für Carvatech geht mit der Übernahme durch Doppelmayr außerdem die altersbedingte Suche nach einer Eigentümer-Nachfolge zu Ende. 

„Mit Carvatech und CWA unter einem Dach verstärken wir in der Gruppe ab sofort unsere führende Kompetenz im Fahrzeug- und Karosseriebau am Weltmarkt“, sagt Thomas Pichler, geschäftsführender Direktor der Doppelmayr Holding SE. „Im Rahmen der Suche nach einer Eigentümer-Nachfolge war es unser höchstes Anliegen, unser Unternehmen in gute Hände zu übergeben. Wir sind fest überzeugt, dass uns das gelungen ist“, so Robert Vockenhuber und Reinhard Aschauer, die ehemaligen Eigentümer von Carvatech über den Unternehmensverkauf.

Familienunternehmen im Seilbahnbau – Doppelmayr/Garaventa und Carvatech 

Die Carvatech Karosserie- und Kabinenbau GmbH ist ein österreichischer Hersteller von Kabinen für Seilbahnen in Oberweis. Die Ingenieure Robert Vockenhuber und Reinhard Aschauer hatten die Firma, die damals unter dem Namen Swoboda firmierte und von Josef Swoboda nach dem zweiten Weltkrieg gegründet wurde, im Zuge eines Management-buy-outs im Jahr 2001 erworben. Vockenhuber war für die Firma in den 1990er Jahren als Geschäftsführer tätig. Aschauer arbeitete für die Firma bereits Ende der 1980er Jahre und wechselte zwischenzeitlich zum Salzburger Kranhersteller Palfinger, bevor er 2001 ebenfalls Anteile an Swoboda übernahm. Die Umbenennung von Swoboda in Carvatech, das für „CARosserie Vockenhuber Aschauer TECH“ steht, erfolgte im Jahr 2005. 

Das Familienunternehmen Doppelmayr wurde 1893 von Konrad Doppelmayr gegründet. Das Familienunternehmen Garaventa besteht seit 1957 und geht auf den Schweizer Karl Garaventa zurück. Die Fusionierung beider Unternehmen erfolgte im Jahr 2002. Als Marktführer im Seilbahnbau betreibt Doppelmayr/Garaventa mittlerweile Produktionsstandorte sowie Vertriebs- und Serviceniederlassungen in 50 Ländern der Welt. Bis heute realisierte das Unternehmen circa 15.400 Seilbahnsysteme für Kunden in 96 Staaten. Im Geschäftsjahr 2020/2021 erwirtschaftete die Gruppe einen Jahresumsatz von 763 Millionen Euro. Für das Unternehmen mit Sitz im österreichischen Wolfurt arbeiten rund 3.200 Mitarbeiter. 

 

 

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