Das Bielefelder Bauunternehmen Goldbeck stärkt seine Präsenz in Skandinavien. Die DS Gruppen sind Target des Deals und ebenfalls ein Familienunternehmen.

Knapp 300 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet die Unternehmensgruppe DS Gruppen A/S mit Hauptsitz in Hobro, einer dänischen Handelsstadt an der Ostsee circa 60 Kilometer nördlich von Aarhus. Das dänische Unternehmen, das auch einen Standort in Norwegen hat, gehört nun zur Unternehmensgruppe Goldbeck. Das Bielefelder Familienunternehmen erwirtschaftet schon jetzt knapp ein Drittel seines Umsatzes von rund 4,1 Milliarden Euro außerhalb Deutschlands. Durch die Akquisition der DS Gruppen will Goldbeck seine Präsenz in Nordeuropa stärken und künftig auch im skandinavischen Markt unterwegs sein.

Über die Übernahme des dänischen Unternehmens sagt Jörg-Uwe Goldbeck, der gemeinsam mit seinem Bruder Jan-Hendrick Goldbeck die Unternehmensgruppe in zweiter Generation führt, dass die beiden Bauunternehmen einige Parallelen ausweisen, was der Integration helfen könnte. Sowohl Goldbeck als auch die DS Gruppen sind in zweiter Generation familiengeführt und wurden 1969 gegründet. Abseits der Kernkompetenzen im Baugewerbe verbindet die Unternehmen laut Jörg-Uwe Goldbeck auch, dass die Goldbeck-Werte Menschlichkeit, Verantwortung und Leistungsbereitschaft auch in der Unternehmenskultur von DS Gruppen zu sehen sei.

Svend Møller Hansen, Gründer und bisheriger Miteigentümer der DS Gruppen, ergänzt: „Zwei erfolgreiche Familienunternehmen bündeln ihre Erfahrungen und Kompetenzen in einer gemeinsamen langfristigen Strategie.“

Der Deal wurde bereits von den zuständigen Wettbewerbsbehörden genehmigt. Die Gründerfamilie Møller Hansen, die bis dato von Mads Møller Hansen in zweiter Generation als CEO repräsentiert wurde, werde dem Unternehmen verbunden bleiben, heißt es aus Bielefeld. Die regionalen Strukturen der Dänen sowie das Management der einzelnen Unternehmensbereiche von DS Gruppen werde ebenfalls bestehen bleiben.

Das Unternehmen Goldbeck wurde am 1. September 1969 von Ortwin Goldbeck als GOLDBECK KG Hallenbau und Stahlbau gegründet. Damals beschäftige er sieben Mitarbeiter. 2007 wechselte er in den Beirat des Unternehmens und übergab die Geschicke an seine Söhne Jörg-Uwe und Jan-Hendrik. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Unternehmen rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr schloss Goldbeck mit einem Umsatz von 4,1 Milliarden Euro und knapp 7.800 Beschäftigten das erfolgreichste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte ab. In Europa haben die Bielefelder 88 Standorte: 78 Niederlassungen und Geschäftsstellen sowie 10 Werke.

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