Die Fiege Gruppe möchte mit einem eigenen Venture Capital Fonds in der Frühphasenfinanzierung von Start-ups Fuß fassen.

Ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag und der Fokus auf Innovationen in Big Data, Künstlicher Intelligenz sowie Software as a Service – so lauten die Zutaten von F-LOG Ventures. Anfang des Monats hat der erste ins Leben gerufene Fond des Logistikunternehmens Fiege geschlossen. Die vier Köpfe, die es richten sollen, sind Investment Manager Michael Geers, Managing Partner Tim Gudelj, der Leiter FIEGE Ventures Andreas Pott und Managing Partnerin Tanja Rosendahl (von links nach rechts). Pott ist seit Ende 2016 Director Corporate Development & Innovation bei Fiege. Gudelj kam im November zum Unternehmen und war zuvor unter anderem Investment Manager beim Gründerfonds Ruhr. Tanja Rosendahl stieg Ende 2019 in der Rolle Head of Venture Investing beim Familienunternehmen ein. Grees ist seit knapp 3,5 Jahren Corporate Development Manager bei Fiege.

Die Targets des Kapitalgebers kommen aus der Seed- oder Series-A-Phase. Schon vor Aufsetzen des Fonds hat der Venture-Arm F-LOG des Familienunternehmens mit Stammsitz in Greven in Westfalen rund zwei Hände voll Targets im Portfolio. „Wir wollen als Ankerinvestor dort, wo es sinnvoll und vielversprechend erscheint, über den Tellerrand hinausblicken und an neuen Marktentwicklungen und Innovationen finanziell partizipieren,“ sagt Felix Fiege über den neuen Fonds. Felix Fiege ist Vertreter der fünften Unternehmergeneration. Er bildet gemeinsam mit seinem Cousin Jens Fiege sowie vier familienfremden Managern (Alfred Messink, Dr. Stefan Thies, Martin Rademaker und Peter Scherbelden) den Vorstand des Logistikers.

Die Start-up Unternehmen würden mit Fiege einen Investor mit 150 Jahren logistischer Erfahrung und einem breitgefächerten Netzwerk bekommen, so Familienunternehmer Felix Fiege weiter. Der Co-CEO kann zudem mit Internationalität punkten. Der Fiege-Konzern hat 150 Standorte in 14 Ländern. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit circa 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Wurzeln hat das Unternehmen Feige im Jahr 1873, als Joan Joseph Fiege ein Fuhrgeschäft für Kohle in Greven ins Leben rief.

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