Die STOCKMEIER Gruppe hat die Mehrheit an der italienischen Gamma Chimica S.p.A. übernommen. Das passt zur Gangart, die Peter Stockmeier vorantreiben möchte.

Die eigene Webseite sagt klar, wo beim Bielefelder Chemieunternehmen STOCKMEIER im Moment der Schwerpunkt liegt. Der Geschäftsführende Gesellschafter Peter Stockmeier, so heißt es dort im Netz, verantworte aktuell den Bereich M&A und sei für die Beteiligungen des Unternehmens verantwortlich.

Die Übernahme der Mehrheit der Unternehmensanteile des italienischen Chemie Unternehmens Gamma Chimica S.p.A. passt ins Bild. Der Deal ging Ende Juli über den Tisch und für Peter Stockmeier ist die Transaktion ein weiterer Schritt zum europäischen Player. „Mit dieser Akquisition bauen wir unsere Position als Chemiedistributor in Europa weiter aus. Wir freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit mit den jetzigen Gesellschaftern Claudio Bombardieri und Giuseppe Mearini,“ wird der Familienunternehmer in dritter Generation zitiert. Gamma Chimica erzielte mit dem Vertrieb von diversen chemischen Produkten wie Pharmazeutika, Kosmetika oder Reinigungsmittel einen Umsatz von 275 Millionen Euro. Mearini, Aktionär und Geschäftsführer von Gamma Chimica, soll seine Funktion als operativer Kopf die kommenden Jahre behalten, heißt es.

Die M&A-Transaktionen der STOCKMEIER Gruppe

Peter Stockmeier ist seit März 1991 im Familienunternehmen tätig. Knapp 10 Jahre später begann die STOCKMEIER Gruppe anorganisches Wachstum ins Blickfeld zu nehmen. 2000 wurde das Chemieunternehmen Karl Löffler übernommen. Es folgten weitere Transaktionen wie die Übernahme von KAPP-CHEMIE (2007), das gemeinsame Joint Venture Quaron mit dem Unternehmen OQEMA in Frankreich, die Rettung der insolventen KRUSE Gruppe (2013) oder der Kauf der Wiener HDS Chemie (2017). 2019 wurde das Joint Venture Quaron in Frankreich komplett von STOCKMEIER übernommen und im gleichen Jahr erwarb das Bielefelder Unternehmen die spanische INDUKERN Gruppe sowie die ungarische Aroma Bázis Kft. Im vergangenen Jahr sicherte sich das Familienunternehmen zudem die Mehrheit der Anteile der INNOCHEM N.V. mit Sitz in Meerhout, Belgien.

Durch die verschiedenen Transaktionen hat das Unternehmen nun über 50 Niederlassungen weltweit. Die Gruppe beschäftigt über 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro.

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