Dank langer Traditionen und einem aktiven Management haben große Vermögen Generationen überdauert und erzielen stetige Renditen. Private Anleger können diese Investmentstrategien in Zeiten ernster Krisen und Unsicherheiten adaptieren.

Lieferkettenausfälle, Energiepreissteigerungen, Materialknappheit und die geopolitische Konfliktlage beeinflussen Konjunktur und Kapitalmärkte spürbar. Dazu kommen ein starker Anstieg der Inflation, spontane Zinsschritte als Reaktion darauf und die Gefahr einer Stagflation. Diese Situation fordert von institutionellen wie von privaten Anlegern eine angepasste Vermögensstrategie. Die eigenen Erwartungen an Risiko und Rendite müssen spätestens jetzt neu gedacht werden. Die Anleger müssen sich den Gegebenheiten pragmatisch stellen.

Christian Hille, Generalbevollmächtigter der Fürstlich Castell’schen Bank, Chief Investment Officer Vermögensverwaltung

Christian Hille, Generalbevollmächtigter der Fürstlich Castell’schen Bank, Chief Investment Officer Vermögensverwaltung / Foto: Fürstlich Castell’sche Bank

Wie immer lohnt es sich allerdings, genau hinzuschauen: Sich in neu ausgetüftelte Finanzprodukte oder Modethemen zu stürzen dürfte nicht lohnenswert sein. Was vielmehr zählt, ist die Rückbesinnung auf die klassische Denkweise des Anlegens: Stetigkeit, Langfristorientierung und mit einem Fokus auf sachwertorientierte Anlagen. Die klassische Anlagestrategie setzt auf langfristig relevante Zukunftsthemen und agiert antizyklisch.

Kreative Streuung im Portfolio

Traditionsinvestoren nehmen den Fortschritt vorweg. Die großen Staatsfonds oder auch die Endowment-Fonds, die von US-Universitäten verwaltet werden, sind ein anschauliches Beispiel dafür, wie langfristige und krisenresiliente Anlagestrategien aufgehen. Im Gegensatz zu vielfach unbeweglichen und mitunter manövrierunfähigen Stiftungen in Deutschland haben diese schon früh auf das Potential der Sachwerte und eine kreative Streuung des Portfolios gesetzt. In Europa haben Privatanleger zumindest die Möglichkeit, sich einem kompetenten Finanzpartner anzuschließen, der ihnen direkten Zugang zu diesen Erfolgsstrategien eröffnet. Einen Partner, der kritisch und fair berät und auf Augenhöhe langfristig begleitet. Es zahlt sich aus, wenn man selbst auf eine lange Erfahrung zurückgreifen kann, die so manche Krisen und Konjunkturstürme erlebt und überstanden hat.

Der Anlagehorizont einer Eiche

Angesichts der dynamischen Märkte verspricht gerade die Langfristigkeit die zuverlässigsten Renditen. Dies belegt unter anderem die Erfahrung einer Bank, die vor fast 250 Jahren in einem Umfeld gegründet wurde, das ebenfalls stürmisch war. Die Gründer der Fürstlich Castell’schen Bank verfolgten das Ziel, durch eine Stärkung von Landwirtschaft und Handwerk den Wohlstand der ihnen als Landesherren anvertrauten Region insgesamt zu vermehren. Eine der ersten strategischen Entscheidungen der Fürsten fiel zugunsten eines Mischwaldkonzeptes plus Weinbau aus – wohl wissend, dass der „Anlagehorizont“ einer Eiche 100 Jahre und mehr beträgt.

Die Anlagemöglichkeiten haben sich natürlich seither vervielfältigt. Aber was seinerzeit nachhaltige Land- und Forstwirtschaft war, machen heute Investitionen in Klimalösungen und Transformationstechnologien aus. Diese Anlageformen weisen über aktuelle Krisen hinaus und bringen jetzt und in Zukunft Erträge ein, die sowohl den Investoren als auch der Gesellschaft dauerhaft nützen und somit nachhaltig Werte schaffen.

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