Mit Annalena Baerbock an der Spitze schielen die Grünen in Richtung Kanzleramt. Familienunternehmer Christian Berner sieht in den Ansätzen der Partei Deutschlands Wohlstand in Gefahr.

„Wir schaffen klimagerechten Wohlstand.“ So lautet die zentrale Botschaft der Grünen und ihrer Kanzlerkandidatin. Wie aber soll der Traum von Klimagerechtigkeit bei Wohlstand in Erfüllung gehen? Der Blick ins Wahlprogramm sollte weiterhelfen.

Die Grünen schaffen keine Arbeitsplätze

Dort findet sich aber wieder nur der altbekannte Mix aus Verboten und Geboten, garniert mit monetären Wohltaten „für alle“, finanziert aus dem Steuerhaushalt. Das ist ideenlos und schädlich. Eine Erhöhung der Einkommensteuer, die Anhebung des Spitzensteuersatzes und die Einführung der Vermögensteuer werden keinen einzigen Arbeitsplatz erhalten, geschwiege denn neue Arbeitsplätze schaffen.

Das Programm liest sich, als verstünden sich die Grünen als Alleinvertretung des Klimaschutzes auf Erden. Mit der „ökologisch-sozialen Marktwirtschafts-Bibel“ unter dem Arm gerieren sich Baerbock & Co. wie missionarische Eiferer, die direkt von Klimas Gnaden legitimiert wurden, um alle Lebensbereiche ausschließlich dem Klimaschutz unterzuordnen.

Und das klingt dann so: Der Wirtschaft müssen Produktionsstandards vorgeschrieben werden. „Faire“ Preise werden vom Staat festgesetzt. Die Beschaffung soll für Unternehmen nur noch ressourcenschonend möglich sein. Der internationale Handel wird den Klimazielen unterworfen. Es soll nur mit Ländern freien Handel geben, die sich strikt an unsere Vorstellungen der Klimaschonung halten. Ziel beim Auto ist der komplette Umstieg auf E-Fahrzeuge. Alternative Antriebsarten für den Verbrenner zu entwickeln ist in den Augen der Grünen reine Verzögerungstaktik. Vielleicht erklärt den Grünen mal jemand, dass wir Deutschen nicht allein auf der Welt sind.

Deutschland wird wirtschaftlich einbüßen

Das Programm der Grünen wird Wirtschaft und Menschen zwingen, ihre Vorstellungen und Wünsche dem zentralen Mantra der ökologisch-sozialen Transformation unterzuordnen. Auf die Idee, die Chancen der Digitalisierung und IT zu nutzen, kommen die Grünen nicht. Technik ist Teufelszeug in ihren Augen. Diese moralische Überheblichkeit wird Deutschland weiter schwächen. Wir werden gegenüber Wirtschaftsmächten wie China, den USA, Südkorea und Russland an Boden verlieren.

Was es heute mehr denn je braucht, ist eine positive Investitionsstimmung mit weniger Staat und Bürokratie und weniger Steuern. Die Stärken der Menschen und der Gesellschaft müssen sich entfalten können: durch Ausbau der Infrastruktur in Digitalisierung und Verkehr, Investitionen in Bildung und Qualifikation, Stärkung der industriellen Kapazitäten durch Forschung und Entwicklung sowie einen Fortschritt der Globalisierung durch mehr Freihandelsabkommen.

Nur nachhaltiges Wirtschaftswachstum, Bildung und Erfindergeist werden in Deutschland dafür sorgen, dass Ökologie, Ökonomie, Wohlstand und Klimaschutz gleichermaßen erreicht werden. Unter der Verbots- und Steuererhöhungspolitik der Grünen werden erst die Wirtschaft und dann die Menschen leiden. Und wenn die Post-Kommunisten mit in einer Bundesregierung sitzen, wird das schneller geschehen, als wir uns das heute vorstellen können. „Arm, aber sexy“-Berlin lässt grüßen.

Info

Christian Berner ist Vorstandsvorsitzender (CEO) der Berner Group. Den Posten übernahm er 2012 als Vertreter der zweiten Unternehmergeneration. Christian Berner ist Mitglied des Beirats Digitale Wirtschaft des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen.

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