Die Zeit ist reif für die zweite Unternehmergeneration bei der Herrenknecht AG. Martin-Devid Herrenknecht ist Mitglied des Vorstands. Auch im Aufsichtsrat gibt es Veränderungen, aber die Rolle von Gründer Martin Herrenknecht bleibt gleich.

Fünf Köpfe führen seit 1. August den Hersteller von Tunnelvortriebsmaschinen Herrenknecht AG. Der neue im Bunde ist Martin-Devid Herrenknecht (Bild, 35). Er repräsentiert die zweite Unternehmergeneration und ist Sohn des 80-jährigen CEOs und Gründers Dr.-Ing. e.h. Martin Herrenknecht. Martin-Devid Herrenknecht ist seit 2014 im Unternehmen und leitet das Geschäftsfeld Mining seit 2019 als General Manager. Das Feld Mining übernahm er Anfang August auch als strategisches Ressort im Vorstand. Vor seinem Einstieg studierte der Nachfolger Maschinenbau und Bauingenieurswesen an der TU München und der HS München sowie am Federal Center for Technological Education in Rio de Janeiro.

Der Sohn des Gründers solle den konsequenten Übergang in die zweite Generation der Unternehmensführung und des Managements weiter vorantreiben, heißt es vom Unternehmen. Sein Vater sagt über den Einstieg, sein Sohn finde im Unternehmen große Akzeptanz und Wertschätzung. Zudem habe der Nachfolger mit dem Geschäftsfeld Mining bereits gezeigt, wie er und das Unternehmen in diesem Bereich mit Playern mit zukunftsweisenden Technologie-Innovationen perspektivisch wertvolle Partnerschaften eingehen könne.

Die Rolle des Gründers als Vorstandsvorsitzender der Herrenknecht AG bleibt indes unverändert. Seit der Umwandlung der Rechtsform des Unternehmens in eine Aktiengesellschaft im Jahr 1998 hat Martin Herrenknecht diese Funktion inne.

Veränderungen im Herrenknecht Aufsichtsrat

Neben den Veränderungen im Vorstand gab die Herrenknecht AG ebenfalls bekannt, dass im Aufsichtsrat des Unternehmens zwei neue Mitglieder auf Seiten der Anteilseigner-Vertreter ernannt wurden. Im März 2022 legte der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Jörg Vetter, der seit 2012 in dieser Rolle war, sein Mandat nieder. Zudem schied auch Kurt Stiefel, ehemaliger Finanzvorstand von Herrenknecht, aus dem Aufsichtsgremium aus.

Auf der Hauptversammlung Ende Juli wurden Dr.-Ing. Bertram Kandziora und Dr.-Ing. Günter Luxenburger als neue Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat aufgenommen. Kandziora war langjähriger Vorstandsvorsitzender im Familienunternehmen STIHL. Luxenburger war unter anderem Vertriebsvorstand der Dillinger Hüttenwerke. Wer den Vorsitz im Aufsichtsrat übernimmt, stand zum Zeitpunkt dieser Meldung nicht fest. Der Politiker Günther H. Oettinger leitete die Hauptversammlung kommissarisch als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Die Herrenknecht AG erwirtschaftete im Jahr 2021 einen Umsatz von knapp 1,2 Milliarden Euro. Das Familienunternehmen beschäftigt weltweit rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darunter sind circa 200 Auszubildende.

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