Donnerstag, 18.03.2021
Mehrheit bei Otto Wilde Grillers

Miele macht jetzt Outdoor-Cooking

Das Familienunternehmen Miele steigt ins Outdoor-Cooking-Geschäft ein. Der Konzern übernimmt 75,1 Prozent der Anteile des Düsseldorfer Grillherstellers Otto Wilde.
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Ein Global Player und das agile Start-up würden wunderbar zusammen passen, sagt Gernot Trettenbrein, Leiter der Business Unit „New Growth Factory“ bei Miele & Cie. KG. Das Unternehmen Otto Wilde Grillers GmbH, an dem der Konzern nun mit 75,1 Prozent die große Mehrheit hält, wurde 2015 gegründet. Knapp zwei Jahre später riefen die Düsseldorfer ihre US-Tochter Otto Wilde Grilles Inc. ins Leben. Letztes Jahr sammelte das Start-up auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter 4,5 Millionen Euro ein. Heute arbeiten bei dem jungen Unternehmen rund 30 Mitarbeiter. 

Für den Großkonzern Miele, der in vierter Generation etwa 20.900 Mitarbeiter hat und einen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro erwirtschaftet, soll das Investment ein verheißungsvoller Start in den Markt der Barbecue-Grillgeräte sein. Laut Handelsblatt schätzt das Gütersloher Unternehmen das Marktvolumen rund ums Grillen auf mehr als fünf Milliarden Euro. Eine Sättigung sei laut Geschäftsführer Markus Miele nicht erreicht, denn die Pandemie fache den Markt nur an. Dass sein Unternehmen in anderen Felder wachsen möchte, zeigt nicht nur die Akquisition des Düsseldorfer Grillherstellers Otto Wilde Grillers. Der Waschmaschinen-, Herd- und Geschirrspülhersteller investierte in der Vergangenheit bereits in den Lieferservice MChef, die App für Rezepte KptnCook sowie Agrilution – ein Unternehmen für vertikale Landwirtschaft. 

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