Sebastian Thies ist in sechster Generation Unternehmer. Die Schuhproduktion seiner Familie hat sich stark verändert. Was lernt er daraus?

Unternehmerisches Vermächtnis bedeutet, ein wirtschaftlich, aber auch gesellschaftlich und moralisch relevantes Unternehmen und eine positiv besetzte Marke an die nächste Generation zu übergeben. Konstante Veränderung und echte Innovation halten ein Unternehmen relevant. Wären wir als Familienunternehmen in sechster Generation seit 1856 nicht stets unseren Prinzipien treu geblieben, hätten wir keinen nachhaltigen Erfolg. Wir würden nicht mehr existieren.

Mut und Offenheit lassen ein Unternehmen über 100 Jahre alt werden und machen eine Feier zum 200. Jahrestag mit großer Wahrscheinlichkeit möglich. Hierbei darf es keine Rolle spielen, ob man das Unternehmen wirklich an die nächste Generation der Familie übergibt bzw. übergeben kann oder an eine externe Person oder Organisation. Ein starkes Unternehmen muss für Krisen aller Art gewappnet sein. So haben wir Weltkriege, Wirtschaftskrisen und Pandemien überlebt. Schnelligkeit und Flexibilität gehören ebenso dazu.

So können wir heute mit einem kleinen, eigenen Team und einem großen externen Team genauso relevant sein wie Anfang des 20. Jahrhunderts mit über 1.200 eigenen Mitarbeitern. Ist das Produkt gut, der Markt aber noch nicht vorhanden, muss man sich einen eigenen schaffen. Ehrlichkeit und Beständigkeit währen noch immer am längsten, das konnten wir auch in den vergangenen Jahren beobachten.

Info

Sebastian Thies ist Inhaber der Firma K&T Handels- und Unternehmensberatungs GmbH. Unter ihr steht die Hausschuhmarke “thies”. Die Marke gibt es seit 1947. Im Schuhmacherhandwerk ist die Familie von Sebastian Thies aber schon seit 1856 tätig.

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