In eigener Sache: Im Oktober kam der neue Mitherausgeberbeirat des wir-Magazins bei Unternehmerfamilie Underberg zusammen, um relevante Themen für die Leserinnen und Leser zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Wertvoll waren die unterschiedlichen Perspektiven und Expertisen, die jeder mitbrachte.

Gastgeberin und wir-Mitherausgeberin Christiane Underberg empfing die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Mitherausgebersitzung des wir-Magazins im Stammhaus des Familienunternehmens in Rheinberg am Niederrhein. Das neue Konzept für den wir-Mitherausgeberbeirat hat die wir-Redaktion in diesem Jahr entwickelt und mit der Umsetzung begonnen. Ziel ist es, mit der Expertise und der Erfahrung der Beiratsmitglieder aus unterschiedlichen Branchen und Disziplinen tiefer in einzelne Themen einzusteigen: Gremienbesetzung und Governance, Führung und Führungskultur, digitale Transformation und Innovation, Nachhaltigkeit und Gesamtvermögensstrategie, Single Family Office und „Make or Buy“.

Diese Vielfalt an Themen und Fragestellungen sowie die Perspektiven verschiedener Generationen möchte die wir-Redaktion auch im Mitherausgeberbeirat abbilden, dem derzeit Vertreterinnen und Vertreter der folgenden Unternehmen und Organisationen angehören: Fiege Logistik, Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen der Zeppelin Universität, Ipontix Corporate Finance, Messer Group, Pictet, Underberg, WEPA Papier und Warth & Klein Grant Thornton.

Die Diskussion um Themen, mit denen Unternehmerfamilien sich aktuell beschäftigen, kreiste in der Mitherausgebersitzung unter anderem um zwei Aspekte. Zum einen ging es um die Frage, wie es gelingt, die junge Generation an die Leitung des Unternehmens heranzuführen, obgleich sie viele andere Alternativen hat, um sich beruflich zu verwirklichen. Denn es ist etwas anderes, ein eigenes Start-up zu gründen, zu entwickeln und nur für ein kleines Team verantwortlich zu sein, als die Verantwortung in einer komplexen Organisationsstruktur für mehrere Tausend Mitarbeiter zu übernehmen. Obwohl die junge Generation in der Regel eine exzellente Ausbildung genießt, fehlt ihr die Menschen- und Lebenserfahrung, und oft auch die unabhängige Beratung mit Ansprechpartnern außerhalb des Familienkreises. Modelle für individuelles, gegenseitiges Mentoring zu entwickeln – das könnte ein neuer Ansatz für die Generationen sein.

Zum anderen geht es in Unternehmerfamilien schon lange nicht mehr allein um Nachfolgefragen rund um das Familienunternehmen, sondern vielmehr um Wege, wie die Generationen das sogenannte Familienportfolio führen, entwickeln und kontrollieren können. Auch wenn das Kernunternehmen mit all seinen Produktionsstätten und gegebenenfalls den Immobilien selbst noch den größten Teil des Vermögens bindet, treffen Unternehmerfamilien heute viele andere Entscheidungen: etwa über die Grundausrichtung des Familienunternehmens, über das Portfolio an (Technologie-)Start-ups und anderen Beteiligungsfirmen sowie über Deal-Sourcing und Transaktionen, über die Reserve für die Erbschaftsteuer und andere steuerliche Folgen der Vermögensübertragung, über die Auswahl der Vermögensverwalter, über das philanthropische Engagement. Als Vermögensinhaber sind die Entfaltungs- und Wirkungschancen immens. Wie sie koordiniert werden (sollen) – das ist und bleibt eine große Herausforderung.

Die wir-Redaktion nimmt nach dieser Mitherausgebersitzung die Arbeit auf und wird einige der diskutierten Aspekte und Fragestellungen in der Jahresplanung des Magazins und den Veranstaltungen aufgreifen. Sie plant außerdem, den Mitherausgeberkreis um zwei junge Unternehmerinnen oder Unternehmer zu erweitern. Jung – das heißt in unserem Fall: Die Altersgrenze liegt im bei 30 Jahren.

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