Johannes Sill, Autor bei wir https://www.wirmagazin.de/ueber-uns/redaktion/johannes-sill/ Das Magazin für Unternehmerfamilien Tue, 05 May 2026 07:55:50 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Thomas Riedel: Von Wuppertal in die Welt https://www.wirmagazin.de/news/unternehmensstrategie/thomas-riedel-von-wuppertal-in-die-welt-152984/ Mon, 11 May 2026 07:07:00 +0000 https://www.wirmagazin.de/?p=152984 Immer mit dem Blick nach vorn: Riedel-Gründer Thomas Riedel. / Foto: Henning Ross

Thomas Riedel startete sein Unternehmen mit ein paar Walkie-Talkies und dem Auftrag, einen Parkplatz bei einem Großevent zu managen. Heute macht Riedel Communications eine Viertelmilliarde Euro Umsatz und zählt die Formel 1, die Bundesliga oder die Olympischen Spiele zu seinem Kundenstamm.

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Immer mit dem Blick nach vorn: Riedel-Gründer Thomas Riedel. / Foto: Henning Ross

Thomas Riedel startete sein Unternehmen mit ein paar Walkie-Talkies und dem Auftrag, einen Parkplatz bei einem Großevent zu managen. Heute macht Riedel Communications eine Viertelmilliarde Euro Umsatz und zählt die Formel 1, die Bundesliga oder die Olympischen Spiele zu seinem Kundenstamm.

Thomas Riedels Geschichte als Unternehmensgründer hat viele Facetten. Zu viele, um sie in einem Text unterzubringen. Allein der Unternehmenssitz von Riedel Communications wäre eine ganze Story wert. Dieser befindet sich in Wuppertal. Immer noch. Aber nicht mehr im Haus seiner Eltern, wo alles begann, sondern auf dem ehemaligen Gelände der Quante AG, einem Telekommunikationsunternehmen, das vor allem durch seine Telefonzellen bekannt war. Die Villa der Unternehmerfamilie Quante, ebenfalls auf dem Areal, ist heute Unterkunft, Fernsehstudio sowie Hub für Workshops und kreative Treffen von Riedel Communications. Ein Sinnbild für den Wandel in Wuppertal – Telefonzelle raus, Mediennetzwerke zur Signalübertragung von Video, Audio und Daten rein. Aber dies sei hier nur eine Randnotiz.

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Schleupen SE: Kersten Heineke wechselt vom Aufsichtsrat in den Vorstand https://www.wirmagazin.de/news/personalwechsel/schleupen-se-kersten-heineke-wechselt-vom-aufsichtsrat-in-den-vorstand-153414/ Tue, 05 May 2026 07:55:47 +0000 https://www.wirmagazin.de/?p=153414 Vom Aufsichtsrat in den Vorstand von Schleupen: Kersten Heineke. / Foto: Schleupen SE

Beim IT-Spezialisten Schleupen wechselt Kersten Heineke, Sohn von Heinz Heineke, aus dem Aufsichtsrat in den Vorstand und wird Chief Operating Officer.

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Vom Aufsichtsrat in den Vorstand von Schleupen: Kersten Heineke. / Foto: Schleupen SE

Beim IT-Spezialisten Schleupen wechselt Kersten Heineke, Sohn von Heinz Heineke, aus dem Aufsichtsrat in den Vorstand und wird Chief Operating Officer.

Der IT-Spezialist Schleupen SE hat zum 1. Mai 2026 seinen Vorstand um die Position des Chief Operating Officer (COO) erweitert und dafür Kersten Heineke berufen. Zuvor war Heineke Mitglied des Aufsichtsrats des Familienunternehmens und folgt damit der Familientradition: Im Oktober 2025 hatte er das Aufsichtsratsmandat seines Vaters Dr. Heinz Heineke übernommen, der das Unternehmen seit 1985 operativ und strategisch prägte.

Mit der Schaffung der COO-Position reagiere man auf die positive Geschäftsentwicklung, das weitere Wachstum und die zunehmende Komplexität der operativen Prozesse, heißt es vom Unternehmen. Kersten Heineke verantwortet künftig die Bereiche Dienstleistung, Kundenservice sowie Finanzen, Personalwesen und weitere administrative Bereiche.

Durch die neue Rolle im Vorstand ist dieser seit Anfang Mai dreiköpfig. Dr. Volker Kruschinski agiert seit 2014 als Vorstandsvorsitzender der Schleupen SE und bleibt auch weiterhin an der Spitze des Unternehmens. Im März verlängerte der Aufsichtsrat seinen Vertrag frühzeitig bis 2031. Neben COO Heineke gehört auch Dr. Ekkehard Rosien zum Vorstand. Angekündigt ist bereits, dass er im Dezember 2026 nach 21 Jahren im Unternehmen aus dem Vorstand ausscheiden wird. Er bleibe dem Unternehmen als Berater erhalten, heißt es.

Kersten Heineke: Von der Unternehmensberatung über den Aufsichtsrat ins operative Geschäft von Schleupen

Kersten Heineke ist Wirtschaftswissenschaftler und absolvierte seinen Master in internationalem Management an der Universität St. Gallen sowie an der ESADE Business School in Barcelona. Anschließend war er 16 Jahre bei der Unternehmensberatung McKinsey tätig, davon zehn Jahre als Partner.

„Sein Wechsel vom Aufsichtsrat in den Vorstand ist ein starkes Signal für Kontinuität und Fortsetzung der Familientradition, die unser Unternehmen seit jeher prägt. Er wird entscheidend dazu beitragen, unsere operativen Strukturen an das Wachstum anzupassen“, erklärt Volker Kruschinski, Vorstandsvorsitzender der Schleupen SE, den Wechsel Heinekes vom Aufsichtsrat ins operative Geschäft.

Kersten Heineke selbst betont: „Ich habe die Entwicklung der Schleupen SE intensiv begleitet und freue mich nun, die Zukunft des Unternehmens als Vorstand aus der operativen Führung heraus aktiv zu gestalten.“

Die 1970 gegründete Schleupen SE mit Sitz in Moers beschäftigt mehr als 650 Mitarbeiter an fünf Standorten in Deutschland. Das Familienunternehmen entwickelt IT-Lösungen für die Energie- und Wasserwirtschaft und erreichte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 108 Millionen Euro.

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Sanierung in Eigenverwaltung bei Titus: Stürzen und aufstehen mit Publikum https://www.wirmagazin.de/news/unternehmensstrategie/sanierung-in-eigenverwaltung-bei-titus-stuerzen-und-aufstehen-mit-publikum-153370/ Mon, 27 Apr 2026 07:54:29 +0000 https://www.wirmagazin.de/?p=153370 Die Produzentin und der Protagonist: Die Dokumentation „Skate or liquidate“ von Pia Hillrichs hat Julius Dittmann während der Insolvenz in Eigenverwaltung begleitet. / Foto: Privat

Julius Dittmann hat vor 16 Jahren den Skateboading-Händler Titus GmbH mit Stammsitz in Münster übernommen. 2025 führte er die Firma durch eine Insolvenz in Eigenverwaltung – und stimmt zu, sich dabei filmen zu lassen. Entstanden ist die Dokumentation „Skate or liquidate“ unter der Leitung von Produzentin Pia Hillrichs. Wie kommt man auf so ein Projekt?

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Die Produzentin und der Protagonist: Die Dokumentation „Skate or liquidate“ von Pia Hillrichs hat Julius Dittmann während der Insolvenz in Eigenverwaltung begleitet. / Foto: Privat

Julius Dittmann hat vor 16 Jahren den Skateboading-Händler Titus GmbH mit Stammsitz in Münster übernommen. 2025 führte er die Firma durch eine Insolvenz in Eigenverwaltung – und stimmt zu, sich dabei filmen zu lassen. Entstanden ist die Dokumentation „Skate or liquidate“ unter der Leitung von Produzentin Pia Hillrichs. Wie kommt man auf so ein Projekt?

Julius Dittmann, im Februar 2025 hat die Titus GmbH überraschend Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Wie kam dazu?

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Matthias Lapp und die Nachfolge: Zwischenstopp auf Dauer https://www.wirmagazin.de/news/unternehmensnachfolge/matthias-lapp-und-die-nachfolge-zwischenstopp-auf-dauer-152939/ Mon, 13 Apr 2026 05:59:30 +0000 https://www.wirmagazin.de/?p=152939 Kabel für die Welt: Matthias Lapp in einer der 25 Produktionsstätten seines Unternehmens. / Foto: Lapp

Matthias Lapp wollte eigentlich nicht beim Kabelhersteller Lapp einsteigen. Mehrere Zufälle brachten ihn dann doch ins Familienunternehmen, das war 2010 und nur als kurzer Zwischenstopp gedacht. Heute ist der Vertreter der dritten Generation immer noch da. Als CEO.

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Kabel für die Welt: Matthias Lapp in einer der 25 Produktionsstätten seines Unternehmens. / Foto: Lapp

Matthias Lapp wollte eigentlich nicht beim Kabelhersteller Lapp einsteigen. Mehrere Zufälle brachten ihn dann doch ins Familienunternehmen, das war 2010 und nur als kurzer Zwischenstopp gedacht. Heute ist der Vertreter der dritten Generation immer noch da. Als CEO.

Ein Meetingraum in Stuttgart-Vaihingen. In der Ecke stehen auf einem Sideboard Flaschen, Gläser und kleine Flaggen: die der Bundesrepublik Deutschland und einige mit Logo des Unternehmens Lapp. Dessen CEO Matthias Lapp kommt in den Raum, grüßt, und bevor er sich an den ovalen Tisch setzen kann, sucht er die Fernbedienung für einen der beiden Fernseher im Raum. Denn einer der Bildschirme an der Wand leuchtet und zeigt einen Startbildschirm. So kann das nicht bleiben. Typisch für einen Familienunternehmer, könnte man meinen.

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Impressionen und Learnings: Das waren die wir-Tage „Nachfolge & Führung“ 2026 https://www.wirmagazin.de/news/unternehmensnachfolge/impressionen-und-learnings-das-waren-die-wir-tage-nachfolge-fuehrung-2026-152822/ Mon, 16 Mar 2026 09:27:13 +0000 https://www.wirmagazin.de/?p=152822 Moderatorin Sarah Bautz zusammen mit Familie Heindl auf den wir-Tagen „Nachfolge & Führung“. / Foto: Dirk Beichert BusinessPhoto

Die 18. wir-Tage „Nachfolge & Führung“ waren auch in diesem Jahr in Frankfurt zu Gast. Der Vorabend fand im F.A.Z.-Tower statt. Dort gab es eine Premiere: das NextGen-Event „wir x Catan“. Daneben gab es an beiden Tagen offene Diskussionen und Erfahrungsaustausch unter Unternehmerfamilien.

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Moderatorin Sarah Bautz zusammen mit Familie Heindl auf den wir-Tagen „Nachfolge & Führung“. / Foto: Dirk Beichert BusinessPhoto

Die 18. wir-Tage „Nachfolge & Führung“ waren auch in diesem Jahr in Frankfurt zu Gast. Der Vorabend fand im F.A.Z.-Tower statt. Dort gab es eine Premiere: das NextGen-Event „wir x Catan“. Daneben gab es an beiden Tagen offene Diskussionen und Erfahrungsaustausch unter Unternehmerfamilien.

Am 23. und 24. Februar 2026 fanden zum 18. Mal die wir-Tage „Nachfolge & Führung“ statt. Mehr als 140 Mitglieder von Unternehmerfamilien kamen dafür zusammen. Erstmals startete das Programm bereits am Montagnachmittag mit einem exklusiven NextGen-Format im F.A.Z.-Tower.

NextGen-Event: Strategie & Netzwerk beim Spielen

Knapp 40 NextGens trafen sich vorab zu einem außergewöhnlichen Format: Dabei wurde der Spieleklassiker „Catan“ zum Netzwerk- und Strategieerlebnis. Sarah Bautz, Redakteurin des wir-Magazins, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und führte ein Kurzinterview mit Benjamin Teuber, Geschäftsführender Gesellschafter der Catan GmbH, und Franziska Fleissner, Mitglied der Unternehmerfamilie hinter dem Kosmos-Verlag, der Catan seit mehr als 30 Jahren verlegt.

„Die Siedler von Catan“ ist eine Legende – erfunden von Klaus Teuber in den frühen Neunzigern, heute weiterentwickelt von seinen Söhnen Benjamin und Guido in enger Kooperation mit dem Kosmos-Verlag. Die zentrale Frage beim wir-Tagen-Format war: Was kann man bei einer Partie „Catan“ über seine Mitspieler lernen? Und über sich selbst?

Und dann ging es auch schon los: Nach kurzer Erklärung ging es los mit „Catan Connect“ – garantiert anfängerfreundlich. Dann wurde gespielt: wild, laut und auf Zeit. Ressourcen sichern, Handel treiben, Städte bauen – da wurde Gewinnen für die meisten zur Nebensache und das Kennenlernen zur Hauptsache. Die Gründerlegenden aus dem Silicon Valley sind längst Fans und wissen: Bei kaum einer Gelegenheit lernt man sein Gegenüber so schnell und persönlich kennen wie bei einer Partie „Catan“. Wer denkt strategisch? Wer handelt clever? Und wer will doch um jeden Preis gewinnen?

Vorabend: Mythos „Catan“ und die Macht der Worte

Der offizielle Vorabend der wir-Tage begann im Anschluss ebenfalls im F.A.Z.-Tower. Sarah Bautz sprach vor großer Runde mit Benjamin Teuber und Michael Fleissner. Im Live-Interview ging es um Nachfolge und Zusammenarbeit: Wie sieht das Catan-Universum heute aus? Und wie arbeitet man mit dem Erbe eines genialen Erfinders weiter?

Im zweiten Interview des Abends sprach Petra Gessner, Chefredakteurin des wir-Magazins, mit David Klett, Vorstand der Ernst Klett AG. Unter dem Titel „Macht der Worte: Wohin will Klett als Unternehmen und als Familie?“ ging es um die Frage der Identität: Schulbuchverlag oder Bildungsunternehmen? Die Ernst Klett AG hatte in der Vergangenheit schon oft Anlass, sich neu zu erfinden. Dafür müssen sowohl das Unternehmen als auch die Familie immer wieder Klarheit über die Frage gewinnen: Wer wollen wir sein? Wie geht das in einer Gruppe mit 109 Unternehmen und mehr als 40 Gesellschaftern? Die Diskussion mit dem Publikum gab reichlich Gesprächsstoff. Beim anschließenden Essen und Networking klang der Vorabend im lockeren Austausch aus.

Haupttag: „Beyond Patriarchy“ und Transformation

Der Haupttag der wir-Tage „Nachfolge & Führung“ fand im Sofitel Frankfurt Opera statt. Im ersten Generationengespräch des Tages ging es um nichts Geringeres als den Übergang von patriarchaler zu gemeinsam verantworteter Führung. Jürgen Heindl, Gründer der Progroup AG, sprach zusammen mit seinen Söhnen Maximilian Heindl, Vorstandsvorsitzender, und Vinzenz Heindl, Chief Sales Officer, über seine Nachfolge. Innerhalb einer Generation hatte Jürgen Heindl den Wellpappenhersteller zu einem Milliardenunternehmen aufgebaut. Seit 2023 leitet Maximilian das Unternehmen, seit 2025 ist auch Vinzenz im Vorstand. Wie lässt man als Gründer los? Wie organisiert sich die zweite Generation?

Deep Dives: Parallelworkshops zu Schlüsselthemen

Im Anschluss folgten parallele Deep Dives, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglichten, gezielt in ihre Interessengebiete einzutauchen.

In der ersten Runde sprach Petra Gessner mit S.D. Prinz Michael von und zu Liechtenstein und seiner Tochter I.D. Gisela Bergmann, Prinzessin von und zu Liechtenstein, über „Nachfolge: Anspruch und Realität“. Parallel dazu zeigte Benedikt Höck, Head of Artificial Intelligence bei KPMG, in einem interaktiven Vortrag mit Live-Demos, wie Künstliche Intelligenz die Arbeitswelt von morgen prägen wird.

Nach der Kaffeepause folgte die Panel-Diskussion „Mach neu! Welchen Spielraum braucht Transformation?“, moderiert von wir-Redakteurin Cornelia Korinth. Sie diskutierte mit Alina Heurich, Geschäftsführerin der Heurich GmbH & Co. KG, und Maximilian Lang, Gründer der Resphere GmbH sowie Geschäftsführer des Familienunternehmens Gerhard Lang Recycling GmbH. Das Fazit: Nachfolge ist ein transformatorisches Moment – und Transformation passiert nicht nur in einem zuvor abgesteckten Rahmen.

Im Anschluss stand ein hochpolitisches Thema auf der Agenda: Florian Bode, Investmentanalyst und Finanzplaner bei Berenberg, referierte über „Privileg unter Druck: Verschonung von Betriebsvermögen auf dem Prüfstand“.

Wake-up-Call: Die Natur als Geschäftsfaktor

Nach dem Mittagessen brachte Dr. Frauke Fischer, Gründerin und Geschäftsführerin der Agentur auf! und Péru Puro GmbH, frischen Wind in die Konferenzetage. In ihrem Wake-up-Call „Unternehmerisch logisch: Warum die Natur ins Vorstandsbüro gehört“ rechnete sie vor, warum weitsichtige Unternehmen verstehen müssen, dass der Zustand der Natur einer ihrer größten Geschäftsfaktoren und -risiken ist. Wer wirklich enkeltauglich sein will, braucht mehr als CO₂-Fußabdruck und Bienen auf dem Fabrikdach.

Deep Dives 2 und 3: Governance, Steuerrecht und Beirat

In der zweiten Deep-Dive-Runde sprach Sarah Bautz danach mit Martin Auer, Geschäftsführender Gesellschafter von The Mak’ed Team, über „Governance für Führung & Nachfolge“. Parallel dazu widmeten sich Prof. Dr. Mark K. Binz, Senior Partner, und Dr. Steffen Huber, Rechtsanwalt, Steuerberater und Partner bei Binz & Partner, dem Thema „Erbschaftsteuerrecht in Deutschland – Wo geht die Reise hin?“

In der dritten Deep-Dive-Runde ging es danach um die Themen Beiratsarbeit und Loslassen. Julia Ledermann, Vorsitzende des Beirats der Edding Group, und Dr. Katja Portz, Consultant Executive Search and Leadership Advisory bei Egon Zehnder, gaben unter dem Titel „Hinter den Kulissen des Beirats: Best Practices für starke Familienunternehmen“ Einblicke in zentrale Erfolgsfaktoren. Johannes Sill moderierte die Session.

Parallel dazu sprach Dr. Bettina Daser, Beraterin für Unternehmerfamilien, die selbst aus einer Unternehmerfamilie stammt, über „Die stille Seite der Nachfolge: Loslassen und Zupacken verzahnen“. Der Impuls zu Austausch und Standortbestimmung im eigenen Nachfolgeprozess wurde vom Publikum intensiv genutzt. Petra Gessner führte durch die Session.

Verkauf, Rückkauf – und dann?

Nach der Kaffeepause folgte der letzte offizielle Programmpunkt des Haupttages: Johannes Sill sprach mit Susanne Puello, Geschäftsführende Gesellschafterin der R Raymon Bicycles GmbH, und Insa Rücker, ehemalige Gesellschafterin der Molkerei Rücker, über Verkauf und Rückkauf des Familienunternehmens. Im Raum stand die Frage: Wann macht es Sinn, ein Geschäftsmodell loszulassen? Und wann (und wie) holt man es sich zurück? Die beiden Unternehmerinnen gaben schonungslos ehrliche Einblicke in ihre Entscheidungsprozesse.

Dinner Speech: KI und Europa

Danach ging es zum gemütlichen Teil der „wir-Tage“ über. Beim Aperitif und anschließenden Dinner hielt Dr. Annika von Mutius, Co-Gründerin & CEO von Empion sowie Mitglied des Vorstands des KI-Bundesverbands, die Dinner-Speech. Die NextGen und Gründerin kehrte 2022 dem Silicon Valley den Rücken, um in Berlin – als Europäerin – ein KI-Unternehmen zu gründen. Für diese Heimkehr wurde sie in den USA belächelt. Zu Recht? Von Mutius stellte in ihrer Speech die kritische Frage: Was müssen wir tun, damit die technologische Souveränität in Deutschland und Europa, auch in Familienunternehmen, erhalten bleibt – und die NextGen eine echte Chance bekommt

Den Abschluss der „wir-Tage“ genoss der harte Kern noch lange beim Abendessen und der Analyse großer Fragen.

Wir bedanken uns bei allen Gästen und bei unseren Mitveranstaltern für ihre Teilnahme und die Unterstützung in diesem Jahr!

Die nächsten „wir-Tage“ finden am 22. und 23. Februar 2027 in Frankfurt statt.

Fotos: Dirk Beichert BusinessPhoto

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Possehl Digital: Altbewährtes trifft auf Neues https://www.wirmagazin.de/news/unternehmensstrategie/possehl-digital-altbewaehrtes-trifft-auf-neues-152038/ Mon, 09 Mar 2026 06:38:03 +0000 https://www.wirmagazin.de/?p=152038 Die Media Docks in Lübeck verbinden Tradition und Moderne. In der Hansestadt will auch die Possehl-Gruppe das erreichen. / Foto: Carl-Jürgen Bautsch – stock.adobe.com

Die Possehl-Gruppe hat sich in ihrer Historie zu einem Technologiekonzern mit über 200 Portfoliounternehmen entwickelt. Nun soll die Beteiligungsstrategie digitale Geschäftsmodelle integrieren. Vorstand Joachim Brenk und Possehl-Digitalchef Christoph Haß geben Einblicke, warum bei Start-ups eine 100-jährige Geschichte sowohl helfen als auch hinderlich sein kann.

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Die Media Docks in Lübeck verbinden Tradition und Moderne. In der Hansestadt will auch die Possehl-Gruppe das erreichen. / Foto: Carl-Jürgen Bautsch – stock.adobe.com

Die Possehl-Gruppe hat sich in ihrer Historie zu einem Technologiekonzern mit über 200 Portfoliounternehmen entwickelt. Nun soll die Beteiligungsstrategie digitale Geschäftsmodelle integrieren. Vorstand Joachim Brenk und Possehl-Digitalchef Christoph Haß geben Einblicke, warum bei Start-ups eine 100-jährige Geschichte sowohl helfen als auch hinderlich sein kann.

Dr. Joachim Brenk, wie würden Sie als Vorstandsvorsitzender die Investmentphilosophie der Possehl-Gruppe beschreiben?

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Alessandro Cacciola übernimmt bei Gebrüder Weiss  https://www.wirmagazin.de/news/personalwechsel/alessandro-cacciola-uebernimmt-bei-gebrueder-weiss-152863/ Wed, 04 Mar 2026 11:18:50 +0000 https://www.wirmagazin.de/?p=152863 Alessandro Cacciola startete am 1. März als Geschäftsleiter für den Bereich Air & Sea beim Familienunternehmen Gebrüder Weiss. / Foto: Gebrüder Weiss

Seit wenigen Tagen führt der Logistik-Manager Alessandro Cacciola bei Gebrüder Weiss den Bereich Air & Sea. Vorgänger Lothar Thoma bleibt noch bis Ende des Monats an Bord.

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Alessandro Cacciola startete am 1. März als Geschäftsleiter für den Bereich Air & Sea beim Familienunternehmen Gebrüder Weiss. / Foto: Gebrüder Weiss

Seit wenigen Tagen führt der Logistik-Manager Alessandro Cacciola bei Gebrüder Weiss den Bereich Air & Sea. Vorgänger Lothar Thoma bleibt noch bis Ende des Monats an Bord.

Alessandro Cacciola hat zum 1. März 2026 die Leitung des Geschäftsbereichs Air & Sea bei dem österreichischen Familienunternehmen Gebrüder Weiss übernommen. Der 53-Jährige folgt auf Lothar Thoma, der das Unternehmen zum 31. März 2026 verlässt. In einer Pressemitteilung werden dafür persönliche Gründe angeführt.  

Alessandro Cacciola bringt zwei Jahrzehnte internationale Logistik-Erfahrung mit – auch in Familienunternehmen. Bei Dachser durchlief er zum Beispiel mehrere europäische Führungspositionen und war anschließend weltweiter Vertriebschef und Mitglied der Geschäftsleitung von Dachser Air & Sea Logistics. 2019 übernahm Alessandro Cacciola den Vorstandsvorsitz der Andreas Schmid Group, einem – im Vergleich zu Dachser mit 8 Milliarden Euro Umsatz – kleineren Logistikunternehmen mit einem Umsatz von rund 150 Millionen Euro.  

Über seine neue Aufgabe und Ziele bei Gebrüder Weiss, das 8.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und einen Jahresumsatz von 2,71 Milliarden Euro erreicht, sagt Cacciola: „Das Ziel wird es sein, die strategische Weiterentwicklung der Leistungspalette von Gebrüder Weiss durch einen klaren Fokus auf Servicequalität, Integrationsfähigkeit und nachhaltige Lösungen voranzutreiben und globale Lieferketten langfristig resilient und zukunftsfähig aufzustellen.“ 

Cacciolas Vorgänger Lothar Thoma ist seit September 2019 Mitglied der Geschäftsleitung von Gebrüder Weiss. Wolfgang Niessner, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Gebrüder Weiss, bedankt sich in einer Pressemitteilung bei Lothar Thoma und sagt über dessen Nachfolger: „Mit Alessandro Cacciola gewinnen wir eine erfahrene Führungspersönlichkeit, die alle Voraussetzungen mitbringt, um einerseits für Kontinuität, aber andererseits auch für neue Impulse bei Gebrüder Weiss zu sorgen.“  

Wer ist in der Geschäftsleitung von Gebrüder Weiss tätig? 

Die Verteilung der Ressorts in der Geschäftsleitung bleibt durch die Veränderung unangetastet. Wolfram Senger-Weiss agiert als Mitglied der Unternehmerfamilie in siebter Generation als Vorsitzender der Geschäftsleitung. Seine Bereiche sind Strategie und Transformation, Finanzen, IT, Digitalisierung, Legal und Compliance sowie Immobilien und HR. Jürgen Bauer ist seit 2019 Mitglied der Geschäftsleitung und zeichnet für die Bereiche Landverkehre Europa, Zoll, Einkauf, Logistik und Xvise (Logistikberatung). Peter Schafleitner verantwortet das Produktmanagement Landverkehr und die Bereiche Vertrieb, Marketing und Kommunikation sowie Paketdienst und dicall (Call-Center) und ist seit Mitte 2025 in der Geschäftsleitung.  

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Martin Picard ist CEO des Lederwarenherstellers Picard https://www.wirmagazin.de/news/personalwechsel/martin-picard-ist-ceo-des-lederwarenherstellers-picard-152505/ Mon, 16 Feb 2026 04:01:00 +0000 https://www.wirmagazin.de/?p=152505 Martin Picard, neuer CEO des Lederwarenherstellers Picard, will das digitale Mindset seines Start-ups Störtebekker mit der Tradition des Familienunternehmens verbinden. / Bild: Picard Lederwaren

Der 33-Jährige Digitalunternehmer Martin Picard hat die strategische Leitung des Traditionsunternehmens aus Obertshausen übernommen.

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Martin Picard, neuer CEO des Lederwarenherstellers Picard, will das digitale Mindset seines Start-ups Störtebekker mit der Tradition des Familienunternehmens verbinden. / Bild: Picard Lederwaren

Der 33-Jährige Digitalunternehmer Martin Picard hat die strategische Leitung des Traditionsunternehmens aus Obertshausen übernommen.

Martin Picard ist seit dem 1. Januar 2026 Chief Executive Officer des Lederwarenherstellers Picard. Der 33-Jährige, der im Juni 2025 als Director Sales ins Unternehmen eintrat, übernimmt damit nun die strategische Leitung des Familienunternehmens aus Obertshausen im südhessischen Landkreis Offenbach. Martin Picard vertritt die fünfte Generation der Unternehmerfamilie.

Vor seinem Einstieg gründete er 2017 das Unternehmen Störtebekker, eine Direct-to-Consumer-Marke im Bereich Körperpflege. Das Wissen aus der Zeit als Start-up-Gründer will Martin Picard nun ins Familienunternehmen einbringen. Dazu wird er in einer Pressemitteilung wie folgt zitiert: „Ich möchte das Beste aus beiden Welten verbinden: die Agilität eines Start-ups und die Erfahrung eines Familienunternehmens mit fast 100 Jahren Geschichte. Ich habe große Lust auf Entwicklung, auf profitablen Umsatz und auf eine klar erfolgsgetriebene Strategie, die Picard langfristig stärkt. Dabei geht es mir um nachhaltige Markenführung – um stabile Preise, auch im Onlinegeschäft, und um eine Marke, die Wert schafft statt Rabattlogik“, erklärt der neue CEO.

Wie stellt sich Picard Lederwaren neu auf?

Die Geschäftsführung wird im Zuge des Einstiegs von Martin Picard neu strukturiert. Sein Cousin Georg Picard konzentriert sich als Geschäftsführer Produkt und Design vollständig auf die kreativen Kernbereiche des Unternehmens. „Martin bringt eine frische, datengetriebene Perspektive ins Unternehmen. Gemeinsam verbinden wir Tradition und Innovation, um Picard zukunftssicher aufzustellen“, sagt sein Cousin Georg Picard.

Rafael Belzer komplettiert die Geschäftsführung und verantwortet als Chief Operating Officer die operativen Bereiche wie Einkauf, Logistik, Lager, Finanzen und IT. Er kam 2024 ins Unternehmen und war davor unter anderem über neun Jahre bei Tchibo angestellt.

Das Lederwarenunternehmen Picard wurde 1928 von Martin Picard und seinen Söhnen Edmund und Alois gegründet. Im Mai 2020 musste das Unternehmen Insolvenz in Eigenverwaltung beantragen. Das Verfahren wurde im Februar 2021 aufgehoben. 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. Firmenchef zu dieser Zeit war Georg Picard, der 2015 als Geschäftsführer in Unternehmen einstiegen war. Die F.A.Z. berichtete, dass der Umsatz im Jahr 2024 bei rund 20 Millionen Euro lag.

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Mathias Muther im Portrait: Flucht nach vorn https://www.wirmagazin.de/news/unternehmensverkauf/mathias-muther-im-portraeit-flucht-nach-vorn-152043/ Mon, 12 Jan 2026 06:30:40 +0000 https://www.wirmagazin.de/?p=152043 Ist gern Gastgeber: der österreichische Mehrfachgründer und Investor Mathias Muther. / Foto: Mathias Muther Family Office

Mathias Muther hat mehrere Unternehmen gegründet. Das letzte war so erfolgreich, dass er große Anteile verkaufen konnte und jetzt als Investor weltweit unterwegs ist. Auf dem Weg dahin gab es aber auch Hürden.

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Ist gern Gastgeber: der österreichische Mehrfachgründer und Investor Mathias Muther. / Foto: Mathias Muther Family Office

Mathias Muther hat mehrere Unternehmen gegründet. Das letzte war so erfolgreich, dass er große Anteile verkaufen konnte und jetzt als Investor weltweit unterwegs ist. Auf dem Weg dahin gab es aber auch Hürden.

Wer mehr über Mathias Muther wissen will, der findet Informationen an ganz anderer Stelle, als man das bei einem Gründer und Investor erwarten würde. Denn der geborene Vorarlberger grüßt aus einer eigens produzierten Videoserie auf Youtube und ist zudem regelmäßig auf den TV-Bildschirmen in Österreich zu sehen, wo er bei der Fernsehsendung „2 Minuten 2 Millionen“ in der Jury sitzt und die Geschäftsmodelle junger Gründer beurteilt.

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Laura Opferkuch und die Nachfolge bei Hosta https://www.wirmagazin.de/news/unternehmensnachfolge/laura-opferkuch-und-die-nachfolge-bei-hosta-152035/ Mon, 08 Dec 2025 09:26:09 +0000 https://www.wirmagazin.de/?p=152035 Übernahm die Nachfolge ungeplant: Laura Opferkuch. / Foto: Hosta

Hinter dem Familienunternehmen Hosta verbergen sich Marken wie Nippon oder Mr. Tom. ­Laura ­Opferkuch wurde nach dem Tod ihres Vaters ­in dritter Generation Geschäftsführerin. Dabei war sie eigentlich auf dem Weg, den Traumjob ihres Vaters zu ergreifen – und der hatte nichts mit BWL zu tun.

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Übernahm die Nachfolge ungeplant: Laura Opferkuch. / Foto: Hosta

Hinter dem Familienunternehmen Hosta verbergen sich Marken wie Nippon oder Mr. Tom. ­Laura ­Opferkuch wurde nach dem Tod ihres Vaters ­in dritter Generation Geschäftsführerin. Dabei war sie eigentlich auf dem Weg, den Traumjob ihres Vaters zu ergreifen – und der hatte nichts mit BWL zu tun.

Wenn Laura Opferkuch ihre Nachfolgegeschichte erzählt, dann fällt früher oder später das Wort „Deckungsbeitrag“. Den Begriff beziehungsweise dessen Definition musste die Unternehmerin in dritter Generation erst einmal im Internet nachschauen, als sie in den ersten Sitzungen der Geschäftsführung saß. Das erwähnt sie heute schmunzelnd – wohl wissend, dass ihr Start ins Unternehmen alles andere als einfach war.

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