Der Global Family Office Report 2025 ist der sechste der jährlichen Reports der Schweizer Bank UBS. Dazu führt die Bank selbst eine Befragung zu den Themen Asset Allokation, Portfoliostrukturierung, Risiken, Governance, Kosten und Nachfolge durch, im Jahr 2025 bei 317 Family Offices weltweit. Das Durchschnittsvermögen der teilnehmenden Familien betrug 2,7 Milliarden US-Dollar, wovon 1,1 Milliarde den untersuchten Family Offices anvertraut war. Damit erreicht das untersuchte Familienvermögen den höchsten Wert seit Beginn des jährlichen Reports im Jahr 2020.
Zu Hause ist es am schönsten
Die Emerging Markets liegen nicht mehr im Trend bei westeuropäischen und nordamerikanischen Investoren. Diese investieren am liebsten zuhause; doch die USA sind auch beliebt bei europäischen Family Offices. Das führt zu einer starken geographischen Konzentration der Investments auf den nordamerikanischen Kontinent. Vergleichsweise beliebt sind die Emerging Markets immer noch bei den Emerging Markets selbst: 15 Prozent der lateinamerikanischen Investitionen werden auch in Südamerika getätigt, und der Mittlere Osten investiert zu 14 Prozent in den Mittleren Osten.
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Bei der strategischen Asset-Allokation machen die traditionellen Assetklassen mit 56 Prozent den größten Anteil aus. Dazu zählen Equities (30 Prozent), Fixed Income (18 Prozent) und Cash (8 Prozent). Die alternativen Assetklassen sind mit 44 Prozent vertreten. Die größte unter ihnen ist Private Equity mit 21 Prozent, danach folgen Immobilien mit 11 Prozent und Hedgefonds sowie Private Debt mit jeweils 4 Prozent. Die anderen alternativen Assets, wie Edelmetalle und Kunst, machen mit 2 bzw. 1 Prozent nur einen geringen Anteil aus.
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Handelskrieg als größtes Investitionsrisiko
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Schon vor der Verkündung der Handelszölle durch Donald Trump wurde ein globaler Handelskrieg von Family Offices als größtes Investitionsrisiko bewertet. Mit Blick auf die nächsten fünf Jahre sind ein großer geopolitischer Konflikt, eine globale Rezession oder Schuldenkrise ihre größten Befürchtungen. Beliebteste Bewältigungsstrategie für diese allgemeine Verunsicherung ist Diversifikation.
Nachfolge im Family Office
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Family Offices erwarten von der nächsten Generation, sich in irgendeiner Form einzubringen. Über die Hälfte der Family Offices weltweit sagt, dass die NextGen einen Sitz im Board innehaben soll (59%). In Nordasien und Südamerika ist dieser Anteil noch größter (65%). Größer ist er auch in Family Offices, die die zweite oder dritte Generation beraten (70%). In diesen Old Money-Familien ist die Wahrscheinlichkeit für die NextGen aber geringer, in alltägliche Management-Aufgaben mit einbezogen zu werden (30%).
Hat an der Uni Bamberg Germanistik, Philosophie und Kommunikationswissenschaften studiert. Zuvor arbeitete sie als Redakteurin am Zukunftsinstitut von Matthias Horx. Bei dem Magazin brand eins in Hamburg entdeckte sie ihre Liebe zum Wirtschaftsjournalismus, der sie seit März 2023 beim wir-Magazin frönen darf.

