Warum forschen Sie zum Thema Family Business, Franz Schabmüller?

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Im Jahr 2012 und 2013 habe ich den Executive Master for Family Entrepreneurship am Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen (FIF) an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen absolviert. Dort bin ich ehrlicherweise zufällig reingerutscht, ein Kollege hatte mir die Informationsbroschüren zum Masterstudiengang von einer Veranstaltung mitgebracht. Zu dem Zeitpunkt war ich bereits im Familienunternehmen tätig. Entschieden habe ich mich für den Master aus einem Grund, dessen Bedeutung mir erst später richtig bewusst wurde: Mein Vater, der das Unternehmen 1978 gegründet hatte, hatte seine eigenen Vertrauten und Geschäftsfreunde, die er zu bestimmten Themen um Rat fragen konnte. Natürlich habe ich dieses Netzwerk auch nutzen können. Aber für mich und meine ganz persönlichen Themen als Nachfolger im Unternehmen hatte ich eigentlich niemanden in meinem Alter und in einer ähnlichen Situation, mit dem ich mich vertrauensvoll austauschen konnte. Der geschützte Raum, den mir der Masterstudiengang geboten hat, war sehr wertvoll, denn wir als Unternehmerkinder und -nachfolger treffen im heimischen Umfeld oft nicht so häufig auf echte Sparringspartner. Das Masterstudium hat mir neben dem Aufbau meines eigenen Netzwerks aber natürlich auch Know-how gebracht, das uns als Familienunternehmen weitergebracht hat. Wir haben durch diesen Input zum Beispiel eine Familienverfassung erarbeitet oder Teile unserer Gesellschaftsverträge angepasst. Auch beim Thema Personal war der Master hilfreich, vor allem für mich als damals junge Führungskraft, die noch nicht richtig wusste, wie man eigentlich Führungskräfte entwickelt.

Info

Franz Schabmüller, Geschäftsführender ­Gesellschafter, Framos ­Holding, 12 Mitarbeitende; Franz ­Schabmüller Firmengruppe, 1.200 Mitarbeitende