Stölting vollzieht Wechsel in die dritte Generation

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Die Stölting Service Group, ein Dienstleister in den Bereichen Reinigung, Sicherheit und Personalservices mit Stammsitz in Gelsenkirchen, hat den Wechsel in die dritte Generation vollzogen: Nach mehr als 30 Jahren als Eigentümer übergab Hans Mosbacher, Vertreter der zweiten Generation, nach der operativen Leitung nun auch seine Gesellschaftsanteile an seinen Sohn, den aktuellen CEO Sebastian Mosbacher.

Sebastian Mosbacher ist bereits seit 2006 im Familienunternehmen tätig. Nach Angaben des Unternehmens absolvierte er unter anderem die Ausbildung zum Gebäudereiniger, leitete Niederlassungen und übernahm stetig mehr Aufgaben. In die Geschäftsführung der Holding der Stölting Service Group stieg er 2016 ein. Vier Jahre später wurde er CEO, seitdem trägt er die Gesamtverantwortung für das Unternehmen. Analog dazu habe sich sein Vater zurückgezogen, heißt es vom Unternehmen. Mit der Übergabe der Gesellschafteranteile verändere sich nach Angaben des Unternehmens im Alltagsgeschäft wenig, allerdings rücke für die Nachfolgegeneration deutlich die gesteigerte Verantwortung in den Vordergrund.

„Während die Unternehmensnachfolge für viele Familienbetriebe das Ende einer Tradition bedeutet, ist mein Sohn mit Expertise, Leidenschaft, Respekt vor der Verantwortung und natürlich mit einem Vater gesegnet, der immer genau zur richtigen Zeit den richtigen Rat hat“, lässt sich der abgebende Hans Mosbacher sich zitieren.

Stölting: Von 3 auf 300 Millionen

Das Familienunternehmen wurde 1899 als Glasreinigungsbetrieb gegründet. 1988 übernahm Hans Mosbacher als Gesellschafter das Unternehmen von seinem Vater Georg Mosbacher. In den zurückliegenden 20 Jahren hat Stölting ein starkes Wachstum verzeichnet. Während der Umsatz 2004 bei 3,6 Millionen Euro lag, schloss Stölting das Jahr 2024 mit einem Jahresumsatz von 365 Millionen Euro ab. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 15.000 Mitarbeitende an mehr als 40 Standorten in Deutschland und Österreich.

Sebastian Mosbacher will diesen Kurs auch in Zukunft weiter fortsetzen. Gemeinsam mit seinem Team tätigte er in den vergangenen zwei Jahren zahlreiche Unternehmenskäufe, um die bisherigen Servicedienstleitungen zu erweitern. Neben Reinigung, Sicherheit und Personal sind in den vergangenen Jahren die Bereiche Rail&Train, Technik, Event und zuletzt durch die Übernahme von Feinkost Kersten auch Catering hinzugekommen. Für die kommenden Jahre plant das Unternehmen weitere Zukäufe im deutschsprachigen Raum und hat sich für 2031 das Umsatzziel von einer Milliarde Euro gegeben.

Hat Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Mainz und Paris studiert. Kam über die Kulturberichterstattung zur Tageszeitung. Seit 2007 Redakteurin in der F.A.Z.-Gruppe, seit 2015 fester Teil der wir-Redaktion, wo sie die Produktion des Magazins, das Programm der „wir-Tage“ und den Podcast verantwortet.