Dabei haben sich nicht so sehr die Themen an sich verändert, sondern vor allem ihre Gewichtung, so eine zentrale Erkenntnis der WIFU-Studie. Gut ablesen lässt sich diese veränderte Gewichtung an den aktuellen Top 5 der jeweils wichtigsten Themen in den Bereichen Familie, Eigentum und Unternehmen im Vergleich zu dem Jahr 2017. Dabei ist jedoch der methodische Hinweis zu beachten, dass die WIFU-Stiftung 2017 202 Personen zu diesen Themen befragt hat – 2025 jedoch nur 47 Personen. In der Studie steht dazu explizit der Hinweis, dass die Ergebnisse daher nicht als repräsentativ verstanden werden sollen, sondern als Stichprobe und Stimmungsbild.
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Im Bereich Unternehmen fällt auf, dass die Rahmenbedingungen in Politik und Gesellschaft stark in den Vordergrund gerückt sind (Rang 2, 17 Prozent). Im Jahr 2017 lagen „Politik und Gesellschaft“ als Thema, das Familienunternehmer bewegt, noch auf Rang 6 (6 Prozent). Zum Rang 1 (18 Prozent, 2017: 8 Prozent) des Themas „Strategie“ konstatiert die Studie: „Im Vergleich zu 2017 verschiebt sich die Aufmerksamkeit weg von internen Umsetzungsfragen hin zu der Frage, wie strategische Entscheidungen unter veränderten und unsicheren äußeren Bedingungen getroffen werden können.“
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Auch im Bereich Eigentum spielen „Politik & Gesellschaft“ 2025 (14 Prozent) eine viel größere Rolle als 2017 (5 Prozent). Dazu passt, dass auch steuerliche Fragen wie die nach der „Erbschaftsteuer“ (Rang 1, 15 Prozent) und „Steuerrecht allgemein“ (14 Prozent) für das Familienvermögen so zentral geworden sind. Auch „Nachhaltigkeit“ (gestiegen von 0,2 auf 7 Prozent) kann grob dem Bereich des Politischen zugeordnet werden. Interne Themen wie „Arbeitsrecht“ (5 Prozent, 2017: 7 Prozent) und „Gesellschafterrecht“ (unverändert 5 Prozent) spielen dagegen eine untergeordnete Rolle und tauchen deshalb in den Top 5 nicht (mehr) auf.
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Im Bereich Familie hat das Thema „Nachfolge“ seinen Rang behauptet: Mit 24 Prozent liegt es immer noch unangefochten auf Platz 1 (2017: 25 Prozent). „Family Governance“ ist in den Zustimmungswerten gesunken, von 21 auf 16 Prozent. Und „Konflikte & Konfliktmanagement“ hat sich als zentrales Thema in der Familie etabliert; in der Umfrage stieg es von Rang 6 (4 Prozent) auf Rang 3 (10 Prozent). Auch „Zusammenhalt in der Unternehmerfamilie“ ist aufgestiegen, von Rang 7 (3 Prozent) auf Rang 4 (9 Prozent). Zusammenhalt und Konfliktmanagement markieren also die entscheidenden Trends in den Top 5 der Themen im Bereich Unternehmerfamilie: „Der Themenvergleich verdeutlicht hierbei eine Verschiebung in Richtung relationaler und emotionaler Fragestellungen“, schreibt die WIFU-Stiftung hierzu.
Hat an der Uni Bamberg Germanistik, Philosophie und Kommunikationswissenschaften studiert. Zuvor arbeitete sie als Redakteurin am Zukunftsinstitut von Matthias Horx. Bei dem Magazin brand eins in Hamburg entdeckte sie ihre Liebe zum Wirtschaftsjournalismus, der sie seit März 2023 beim wir-Magazin frönen darf.

