Prof. Dr. Max Schlereth empfängt Gäste gern in seiner Bibliothek. Altes Eckhaus. Tolle Lage in München. Der Englische Garten liegt nur einen Steinwurf entfernt. Drinnen stapeln sich Bücher auf fast zwei Etagen. Hoch aufragende Kuppelsessel, eine Reminiszenz an vergangene Jahrhunderte, laden zum Schmökern ein. Standesgemäß für einen „cool wirkenden Dozenten“, wie das „wir“-Magazin Schlereth einst beschrieb. „Ich weiß, das wirkt alles ganz toll“, ist sich der Hausherr selbst bewusst. Die Krux liegt im Detail: Der Lesestoff, der sich fast bis zur Decke türmt, ist seiner Meinung nach nicht richtig sortiert. „Die guten Bücher sind viel zu weit oben“, sagt Schlereth. Wie konnte das passieren? Während des Einzugs lag er mit Corona flach. Da sei beim Einräumen ohne seine Anleitung einiges durcheinandergekommen. Seitdem habe er aber keine Zeit gehabt, sich um eine neue Ordnung zu kümmern.
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