IK Partners ist neuer Eigentümer bei Driescher

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Zur Regelung der Nachfolge hat sich die Inhaberfamilie Driescher für die Private-Equity-Gesellschaft als neuen Mehrheitseigentümer entschieden. Mit IK Partners soll sich bei der Unternehmensgruppe Driescher, mit Hauptsitz in Moosburg a.d. Isar, aber wenig ändern. Die bisherigen Familieneigentümer bleiben dem Unternehmen als Mitgesellschafter und Beirat erhalten. Ebenso sollen die bestehenden Managementteams unverändert weiterhin tätig sein können. Alle vier Standorte des Unternehmens in Deutschland (Moosburg und Eisleben) und Tschechien (Brünn und Zichovice) mit ihren Organisationsstrukturen und Arbeitsplätzen bleiben erhalten, heißt es auf der Homepage des Unternehmens.

Die Driescher-Unternehmensgruppe stellt Schaltgeräte und Schaltanlagen für Energienetze her. Die Firma setzt 38 Millionen Euro mit rund 500 Mitarbeitenden um. Fritz Driescher war 24 Jahre alt, als er das Unternehmen im Jahr 1909 gründete.

Verkauf stellt Weichen für Wachstum

Weiter heißt es, geplant sei mit der stärkeren Kapitalstruktur durch IK Partners und weiteren Investitionen die Wachstumspläne zu beschleunigen. Dies werde dabei helfen, bestehende Ziele schneller zu erreichen sowie zusätzliche Märkte zu erschließen. Die Internationalisierung von Driescher solle weiter ausgebaut werden. „Mit einer über 85-jährigen Geschichte sind wir stolz auf das Erbe, das unser Großvater, unsere Väter und die engagierten Mitarbeiter von DRIESCHER aufgebaut und weiterentwickelt haben. Gemeinsam mit dem Managementteam freuen wir uns, mit IK zusammenzuarbeiten, und somit Driescher in die nächste Phase seiner durchwegs erfolgreichen Entwicklung zu begleiten. IK hat uns mit seiner Expertise, den Wert- und Kulturvorstellungen sowie der Zukunftsvision für unser Unternehmen überzeugt, die Nachfolge für DRIESCHER mit diesem Schritt einzuleiten“, veröffentlichen die Familiengesellschafter Doris und Christoph Driescher auf der Website.

Käufer und Kapitalgeber IK Partners kommentiert in der Pressemitteilung: „DRIESCHER ist spezialisiert auf SF6-freie, luftisolierte Komponenten, die den Schutz und die Sicherheit der Energienetze erhöhen und als wesentliche Infrastruktur für die Steuerung von Stromflüssen und Spannungsumwandlungen innerhalb von Energienetzen dienen. Die Gruppe ist für ihre Innovationskraft und ihr umfassendes technisches Know-how bekannt und bietet maßgeschneiderte Lösungen für eine Vielzahl von Kundenanforderungen.“

Die Zustimmung der Aufsichtsbehörden ist noch offen, so dass der Abschluss der Transaktion voraussichtlich zum Jahreswechsel stattfinden wird.

Hat an der Uni Bamberg Germanistik, Philosophie und Kommunikationswissenschaften studiert. Zuvor arbeitete sie als Redakteurin am Zukunftsinstitut von Matthias Horx. Bei dem Magazin brand eins in Hamburg entdeckte sie ihre Liebe zum Wirtschaftsjournalismus, der sie seit März 2023 beim wir-Magazin frönen darf.