Familie Huber übernimmt J. Schneider Elektrotechnik

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Die Firmengruppe Huber Group Holding SE der Unternehmerfamilie Huber hat sich zum 1. Januar erweitert. Die Offenburger sind nun Anteilseigner der J. Schneider Elektrotechnik GmbH, die wie die Peter Huber Kältemaschinenbau SE ebenfalls im Süden der Stadt sitzt. Die Hauptsitze der Unternehmen trennen keine 500 Meter. Mit der Akquisition geht Familie Huber zum ersten Mal den Weg der Diversifizierung ihrer Geschäftsfelder, heißt es in einer Mitteilung.

Kernasset der Holding war bis dato die Beteiligung an der Peter Huber Kältemaschinenbau SE, die von Peter Huber 1968 ins Leben gerufen wurde. Im Vorstand tragen heute mit Daniel Huber (Vorstandsvorsitzender), Joachim Huber (stellvertretender Vorsitzender), Beatrice Geiler und Bärbel Huber die vier Kinder des Gründers Verantwortung. Das Unternehmen erwirtschaftet einen Umsatz von knapp 105 Millionen Euro und hat knapp 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Daniel Huber erläutert, warum die J. Schneider Elektrotechnik GmbH zum Portfolio seiner Familie passt: „Die Verantwortung für die Mitarbeiter und der kollegiale und familiäre Umgang sind in beiden Unternehmenskulturen fest verankert.“ Die Arbeitsplätze am Standort Offenburg wolle seine Familie als neuer Anteilseigner erhalten und den Familiengeist sowie die Identität der J. Schneider Elektrotechnik wahren.

Die J. Schneider Elektrotechnik GmbH geht auf Johann Schneider zurück, der 1939 eine Werkstatt für elektrische Motoren eröffnete. Karl Schneider baute in zweiter Generation das Unternehmen zwischen 1972 und 1999 aus. Die Transaktion verantwortete die dritte Generation, denn seit 1999 stand Bettina Schneider als Geschäftsführende Gesellschafterin an der Spitze des Unternehmens, das sich heute vor allem auf Temperiergeräte für Anwendungen in Forschung und Industrie spezialisiert hat.

Zum Unternehmensverkauf wird Bettina Schneider wie folgt zitiert: „Wir haben uns schon länger Gedanken darüber gemacht, wie es mit unserem Familienunternehmen weitergehen kann, zumal es innerhalb unserer Familie keinen Nachfolger gibt. Meine Vorstellungen waren immer, dass der familiäre Geist erhalten bleibt, damit die Beschäftigten weiterhin bei J. Schneider ihre berufliche Heimat haben.“ Das habe sie bei Familie Huber gefunden und lobte die Verhandlungen mit den neuen Eigentümern, denn in ihrer Vorstellung sollte weder ein anonymer Finanzinvestor noch ein Großkonzern Gesellschafter ihres Familienunternehmens werden.

Bettina Schneider und auch der bisherige Geschäftsführer Rolf Anti, der ebenfalls seit 1999 für den Geschäftsbetrieb verantwortlich ist, bleiben bis ins Jahr 2025 an Bord, um die Übergangszeit zu gestalten. Ihr Familienunternehmen erwirtschaftet einen Umsatz von knapp 100 Millionen Euro und bietet rund 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Arbeitsplatz.

Hat Internationalen Journalismus in Magdeburg studiert. Schrieb schon davor für die Südwest Presse in seiner Heimat Ulm. Sammelte zudem Auslandserfahrung bei der Allgemeinen Zeitung in Windhoek, Namibia, sowie bei Kwanza TV in Daressalam, Tansania. Seit 2017 Redakteur bei F.A.Z. BUSINESS MEDIA und Mitglied im Redaktionsteam des wir-Magazins.