Kann man ein Netzwerk (ver-)erben, Sophia von Rundstedt?

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Netzwerke leben vom direkten Austausch. Dabei spielen Authentizität, Sympathie sowie die Freude am Dialog miteinander eine entscheidende Rolle. Zunächst geht es um übergeordnete Themen, die Menschen in einem bestimmten Netzwerk miteinander verbinden (etwa Branchenzugehörigkeit, Interessen). Mit der Zeit können sich Gelegenheiten für ein „Geben und Nehmen“ ergeben. Basis dafür sind Sympathie und Vertrauen zueinander. Beides lässt sich nur bedingt auf eine andere Person übertragen.

Besser gelingt es, Nachfolgern den Weg zu bestimmten Plattformen zu ebnen. Mein Vater hat mich für den Verband der Familienunternehmer begeistert. Ich habe mich erst als Mitglied der Jungen Unternehmer, später im erweiterten Präsidium engagiert. Mein Vater hat den Erstkontakt hergestellt, ich bin aber in einem anderen Bereich gestartet und musste mir mein Netzwerk im Verband selbst aufbauen. Gleiches gilt zum Beispiel für Aufsichtsratsmandate oder andere Ämter: Die Übernahme kann durch eine Empfehlung des Vorgängers erleichtert werden, doch letztlich entscheiden die persönliche Kompetenz und die Chemie.

Mein Tipp: Suchen Sie sich Netzwerke oder Plattformen für Themen, die Ihnen persönlich wichtig sind. So werden Netzwerke zu einer großen Bereicherung: Sie bieten Unterstützung, fördern die persönliche Entwicklung und ermöglichen Austausch, der beruflich wie privat von unschätzbarem Wert ist.

Info

Sophia von Rundstedt, Chief Executive Officer, v. Rundstedt & Partner GmbH, 250 Mitarbeitende