Selina Stihl: Veränderung leben

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Worum es wirklich geht, sieht Selina Stihl (44) jedes Mal, wenn sie von ihrem Schreibtisch aufblickt: An der Wand gegenüber ihrem Arbeitsplatz hängt das großformatige Bild einer Motorkettensäge. Es ist die STIHL MS 500i, die erste Motorsäge weltweit mit elektronischer Einspritzung. Das Bild ist ein schlichtes Produktfoto auf weißem Hintergrund, keine Menschen, keine Waldszene, kein Storytelling. Nur das reine, ikonische Produkt. Im Arbeitsalltag voller Videokonferenzen sitzt Selina Stihl gern an dem Besprechungstisch unter dem Bild, um nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Gesprächspartner an den Kern ihrer Tätigkeit zu erinnern. Das scheint nur angemessen für die Namensträgerin und Beirätin eines Familienunternehmens, das mit Kettensägen groß geworden ist: Seit der Gründung durch Selina Stihls Großvater Andreas hat sich Stihl von Waiblingen bei Stuttgart aus zu einem internationalen Player entwickelt, der 2020 weltweit mehr als 18.000 Menschen beschäftigte und 4,58 Milliarden Euro Umsatz schrieb. Knapp 50 Prozent des Geschäfts entfallen immer noch auf die klassische Produktsparte. Was sollte näher liegen als das Motto „Alles für die Motorsäge“?

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