Alexandra Schörghuber: Dritte Generation übernimmt

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„Man steht auf mehreren Beinen besser“ – so hatte ich Anfang 2014 im Gespräch mit dem „wir“-Magazin unsere Diversifikationsstrategie zusammengefasst. An der großen Linie hat sich in den seither vergangenen zwölf Jahren nichts geändert. In den Details dagegen viel.

Um zwei unserer fünf Unternehmensbeteiligungen herauszupicken: Unsere Lachsproduktion in Chile, die 2014 gerade einmal zwei Jahre in die Gruppe integriert war, hatte 2012 ein wesentlich durch Umwelteinflüsse bedingtes annus horribilis hinter sich. Meine Einschätzung war dennoch, „dass sich die Investitionen langfristig auszahlen“. Und das haben sie getan: Die Lachszucht Productos del Mar Ventisqueros ist heute ein höchst professionell aufgestelltes, nachhaltig profitables, Benchmarks setzendes Vorzeigeunternehmen der Branche. Ebenso wie unsere Paulaner Brauerei Gruppe, die 2014 noch „einen kleinen Teil zum positiven Gesamtergebnis“ beigetragen hat. Dieser Beitrag hat sich seitdem in einem traditionell herausfordernden Marktumfeld vervierfacht. In einem rückläufigen Biermarkt wachsen wir: national und international, mit Hell- und mit Weißbier, alkoholhaltig wie alkoholfrei. Und unser „Paulaner Spezi“, das Getränk mit Kult-Appeal, hat sich seit 2014 vom Nischenprodukt zum unangefochtenen Marktführer im Cola-Mix-Segment entwickelt.

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Josef Schörghuber hatte viele Interessen, aus denen er profitable Geschäftsbereiche entwickelte. Der Blick von Schwiegertochter Alexandra Schörghuber war 2014 eine der Covergeschichten: Lukrative Leidenschaften.

Ermöglicht hat diesen Aufschwung auch die Neuaufstellung des Unternehmens, die wir als Familie seit 2022 gemeinsam mit unseren Teams vorgenommen haben. Meine Kinder haben ihren ganz individuellen Weg in das Unternehmen ihres Großvaters und Vaters gefunden: meine beiden Töchter als Mitglieder des Stiftungsrates, mein Sohn im Operativen, seit 2024 in der Gesamtverantwortung als CEO. Es macht mich stolz, vor allem aber bin ich sehr dankbar zu sehen, wie die dritte Unternehmergeneration Schörghuber mit Leidenschaft und Weitblick Verantwortung angenommen hat.

Dies in schwierigen Zeiten. Mehr denn je kommt es für Unternehmen auf Agilität und Resilienz an, die sie nicht nur aus eigener Kraft schaffen. Es braucht dafür eine starke Demokratie, die den Menschen Freiheit und Entfaltungsmöglichkeiten bietet, mit der sozialen Marktwirtschaft einen ordnungspolitischen Rahmen, der sozialen Frieden garantiert, ohne unternehmerischen Esprit einzuengen, und endlich, endlich eine grundlegende Modernisierung unseres Staates, die das Fundament für ein Comeback des Qualitätssiegels „Made in Germany“ legt.

Dafür braucht es starke Stimmen und starke Meinungen. Und genau dafür steht das „wir“-Magazin . Ich gratuliere dem Team um Petra Gessner aufs Herzlichste zu 20 Jahren erfolgreichem journalistischem Wirken und danke Verlag und Redaktion auch im Namen der mehr als 6.600 Kolleginnen und Kollegen in der Schörghuber Gruppe für die konstruktiv-kritische Begleitung des engagierten Unternehmertums in unserem Land.