Das Private ist politisch, Teil 3: Carl-Julius Cronenberg über seine Rolle bei der FDP

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Die mittelständischen Familienunternehmen bilden das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – so lautet ein vielzitierter Satz im politischen Berlin. Berücksichtigt man darüber hinaus, dass der standorttreue Mittelstand zwei Drittel der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze und 90 Prozent der Ausbildungsplätze bereithält, mehr Steuern als börsennotierte Konzerne zahlt und tragende Säule des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland ist, kann man mit Fug und Recht sagen: Der Mittelstand ist das Rückgrat der Demokratie. Echte Mittelständler im Parlament muss man jedoch lange suchen. Man könnte sagen, Anzahl von Selbständigen und Unternehmern im Parlament und wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz dieser Gruppe verhalten sich umgekehrt proportional.

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Dieser Text ist Teil einer Kolumnen-Reihe zum Thema Unternehmertum und Politik. In der Onlineausgabe des wir-Magazins stellen Familienunternehmerinnen und Familienunternehmer, die auch in Parteien der demokratischen Mitte aktiv sind, kurz und knapp die Schnittmenge zwischen ihrem Unternehmertum und ihrem persönlichen politischen Engagement dar. Carl-Julius Cronenberg ist Geschäftsführender Gesellschafter der Julius Cronenberg Sophienhammer (JCS) und sitzt für die FDP als Abgeordneter im Bundestag.

Mehr Freiheitsvertrauen für den Mittelstand

Wie viele Gesetze aus Brüssel oder Berlin schaffen neue Belastungen für den Mittelstand! Wie wenige setzen Rahmenbedingungen, die Infrastruktur, Bildung oder Fachkräftezuwanderung stärken! Als persönlich haftender Gesellschafter habe ich gerne die Sprecherrolle für Mittelstand und Freihandel der FDP-Fraktion angenommen. In keiner anderen Partei haben Mittelstandspolitik und mittelständische Unternehmer so viel Gewicht wie in der FDP. Die Freien Demokraten sind zutiefst überzeugt, dass gute Mittelstandspolitik auch beste Sozialpolitik ist; dass nicht Verbote und Bürokratie Wachstum und Fortschritt bringen, sondern Innovation, Technologie und Marktvertrauen; dass Wohlstand nicht auf Subventionen oder Schulden gründet, sondern auf Leistung und Freiheitsvertrauen.