ESG im Mittelstand: Mehr Wachstum!

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Das Marktforschungsunternehmen YouGov hat im Juni 2025 im Auftrag von Grant Thornton 580 Führungskräfte aus dem (gehobenen) Mittelstand in Deutschland online befragt. Dabei ging es um das Thema Nachhaltigkeit und die damit verbundene Berichterstattung in Unternehmen.

Die Ambitionen im Mittelstand in Sachen ESG sind hoch: 52 Prozent der befragten Unternehmen halten das Thema nach wie vor für „essenziell wichtig“; und 45 Prozent haben das Ziel, in fünf Jahren Nachhaltigkeitsvorreiter zu werden. Warum spielt das Thema Nachhaltigkeit für mittelständische Unternehmen so eine wichtige Rolle?


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Interessant bei der Beobachtung der wichtigsten Treiber hinter dem Thema Nachhaltigkeit für Unternehmen ist der Vergleich mit dem letzten Jahr: Stand 2024 noch „Reputation“ auf dem ersten Platz, sind es jetzt erwartete Kosteneinsparungen durch Effektivitäts- und Effizienzgewinne. Das Thema Nachhaltigkeit scheint von einem Marketing- zu einem echten Business Case geworden zu sein.

Dementsprechend gerechtfertigt scheint es auch, neue Mitarbeiter einzustellen, um dem Thema ESG gerecht zu werden. 41 Prozent der befragten Unternehmen haben mehr als vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu eingestellt; nur 6 Prozent geben an, gar keine personellen Ressourcen aufgebaut zu haben.


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Doch was ist mit ESG eigentlich genau gemeint? Die Abkürzung steht für die englischen Begriffe Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung). Sie fasst drei Kernbereiche zusammen, die bewerten, wie verantwortungsbewusst und nachhaltig ein Unternehmen agiert. Und diese Kernbereiche werden von Unternehmen durchaus unterschiedlich gewichtet.


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Umweltthemen, besonders Klimaschutz, stehen für Unternehmen bei ESG-Themen an erster Stelle (28 Prozent). Soziale Themen sind besonders in Bezug auf die Lieferkette wichtig und liegen bei 21 Prozent. Governance und Steuerung haben bei 24 Prozent der befragten Unternehmen Priorität.


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Nun ist das alles aber noch kein Beweis für die Freiwilligkeit, mit der sich Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit engagieren, sondern könnte auch ein Zeichen für die viel beklagte Bürokratie sein. Die Berichtspflichten, besonders für kleinere Unternehmen, wurden im Zuge der Omnibus-Vorschläge zwar gelockert. Dennoch geben 62 Prozent der befragten Unternehmen an, trotzdem weiterhin eine Nachhaltigkeitsberichterstattung durchführen zu wollen – auf freiwilliger Basis. Nur sechs Prozent geben an, das nicht zu tun, und 31 Prozent sind weiterhin zur Berichterstattung verpflichtet.  

Hat an der Uni Bamberg Germanistik, Philosophie und Kommunikationswissenschaften studiert. Zuvor arbeitete sie als Redakteurin am Zukunftsinstitut von Matthias Horx. Bei dem Magazin brand eins in Hamburg entdeckte sie ihre Liebe zum Wirtschaftsjournalismus, der sie seit März 2023 beim wir-Magazin frönen darf.