Neue Rechtsform für die Otto Group

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Mit etwa 38.500 Mitarbeitenden und circa 15 Milliarden Euro Jahresumsatz ist die Otto Group unter den 20 größten Familienunternehmen in Deutschland. Ende 2024 kündigte der Handelsriese an, eine neue Rechtsform annehmen zu wollen. Dazu soll die bisherige Otto GmbH & Co. KG in der Otto GmbH & Co. KGaA aufgehen, die bisher ihre alleinige Gesellschafterin war. Zum 1. März 2025 soll die gesamte Otto Group zur Rechtsform der Kommaditgesellschaft auf Aktien werden.

Die Pressemitteilung beschreibt den Wechsel der Rechtsform als „gesellschaftsrechtliche Vereinfachung in der oberen Unternehmensstruktur“ und verknüpft ihn mit dem Generationenwechsel von Michael Otto, 81, zu Benjamin Otto. Der 50-Jährige war von 2012 bis 2015 Geschäftsführer des E-Commerce-Start-ups Collins innerhalb der Otto Group. Aus Collins entstand 2014 das Mode- und Technologie-Unternehmen About You, das im Dezember 2024 an Zalando verkauft wurde.

Die Otto Group bleibt ein Familienunternehmen

Jetzt soll Benjamin Otto Vorsitzender des Gesellschafterrats der neuen KGaA werden. Außerdem sitzt er dem Rat der Stiftung vor, an die sein Vater Michael Otto 2015 seine Mehrheitsbeteiligung übertrug. Mit Benjamin Otto als künftigem Vorsitzenden des Stiftungsrats sowie des Gesellschafterrats der Otto KGaA wird die Familie Otto auch weiterhin die gesellschaftliche Führungsrolle für die Otto Group einnehmen.

Prof. Dr. Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group, wird in der Pressemitteilung folgendermaßen zitiert: „Mit dem Wechsel in die neue Unternehmensstruktur sichern wir die Zukunft der Otto Group. Die Rechtsform der KGaA erweitert den finanziellen Spielraum der Gruppe. Gleichzeitig bleibt die Otto Group ein Familienunternehmen.“

Hat an der Uni Bamberg Germanistik, Philosophie und Kommunikationswissenschaften studiert. Zuvor arbeitete sie als Redakteurin am Zukunftsinstitut von Matthias Horx. Bei dem Magazin brand eins in Hamburg entdeckte sie ihre Liebe zum Wirtschaftsjournalismus, der sie seit März 2023 beim wir-Magazin frönen darf.