Heinrich Donatus von Hessen: Schweres Erbe

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„Friderici Memorale“ steht in Stein gemeißelt über dem Eingangsportal des altehrwürdigen Schlosshotels Kronberg, das auf einem Hügel über dem gleichnamigen Städtchen im Vordertaunus bei Frankfurt am Main thront. Wer es sich leisten kann, in dem Fünf-Sterne-Hotel abzusteigen, darf sich wie ein König fühlen. Das Erdgeschoss und das erste Stockwerk des im spätgotischen Tudorstil erbauten Schlosses haben die beiden Weltkriege sowie einen Brand, der 1969 im Dachgeschoss wütete, weitgehend unbeschadet überstanden. Die meisten der kostbaren Möbel, Gemälde und Teppiche stammen noch aus dem Besitz von Kaiserin Victoria, die Schloss Friedrichshof Ende des 19. Jahrhunderts zu Ehren ihres verstorbenen Gemahls Kaiser Friedrich III. errichten ließ. 200 Meter Luftlinie entfernt liegt der Verwaltungssitz der Hessischen Hausstiftung, die Eigentümerin des Schlosshotels Kronberg und der dazugehörigen Parkanlagen ist. Auch das Grandhotel Hessischer Hof in Frankfurt am Main, das Weingut Prinz von Hessen im Rheingau, das Gut Panker einschließlich des Hotel- Restaurants Ole Liese und des Trakehner-Gestüts sowie land- und forstwirtschaftlicher Besitz in Schleswig-Holstein zählen zum Vermögen der Familienstiftung des Hauses Hessen. Alles in allem ein für Adelsfamilien nicht untypisches Sammelsurium aus Unternehmen, die für die kommenden Generationen erhalten werden müssen. Keine leichte Aufgabe, wie Heinrich Donatus von Hessen ohne Umschweife zugibt. Der 53-Jährige ist seit dem Jahr 2013 Chef des Hauses Hessen und zeichnet als Vorstandsvorsitzender der Hessischen Hausstiftung verantwortlich für das Familienvermögen.

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