CEO Stefan Brandl wird am 30. Juni den Hersteller von Elektromotoren und Ventilatoren ebm-papst Gruppe verlassen. Über 30 Jahre war er dort tätig. Er wolle sich nun einer neuen beruflichen Herausforderung stellen, heißt es von dem Unternehmen aus Mulfingen in der Nähe von Stuttgart. Brandl zieht es zu einem anderen Familienunternehmen im Süden: Er wird Vice Chairman des Automobilzulieferers Dräxlmaier Group aus Vilsbiburg im Landkreis Landshut. Der bislang stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung Thomas Wagner wird bei ebm-papst den Vorsitz übernehmen. Er ist seit 2002 Mitglied des Gremiums und leitet die Produktion.
Mit Brandls Abgang wird zudem der Posten des Vertriebsverantwortlichen in der Geschäftsführung frei. Auf diesen rückte zum 1. April Thomas Nürnberger (Bild) auf, seit 2016 CEO von ebmpapst China. Vor seinem Einstieg war Nürnberger unter anderem von 2006 bis 2016 General Manager bei der Bosch-Tochter Rexroth AG. Die drei weiteren Mitglieder der Geschäftsführung bleiben ihren Rollen treu: Hans Peter Fuchs ist weiterhin Geschäftsführer Finanzen und Controlling, Dr. Stephan Arnold leitet Forschung und Entwicklung sowie den Einkauf, Johannes Pfeffer ist Geschäftsführer für die ebm-papst-Standorte St. Georgen und Landshut.
An allen Standorten inklusive der 18 Produktionsstätten weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 15.000 Mitarbeiter und setzt als Gesamtkonzern knapp 2,2 Milliarden Euro um. Die Historie von ebm-papst beginnt im Jahr 1963 als Gerhard Sturm und Hinez Ziehl die Elektrobau Mulfingen GmbH & Co. KG gründeten. Das Unternehmen übernahm 1992 die Papst Motoren GmbH. Seit 2003 firmiert die Unternehmensgruppe unter dem Namen ebm-papst.
Hat Internationalen Journalismus in Magdeburg studiert. Schrieb schon davor für die Südwest Presse in seiner Heimat Ulm. Sammelte zudem Auslandserfahrung bei der Allgemeinen Zeitung in Windhoek, Namibia, sowie bei Kwanza TV in Daressalam, Tansania. Seit 2017 Redakteur bei F.A.Z. BUSINESS MEDIA und Mitglied im Redaktionsteam des wir-Magazins.

