Stefan Engleder gibt im Vorstand der ENGEL Unternehmensgruppe Verantwortung ab. Das Ressort Entwicklung übernimmt Gerhard Dimmler. Auch Simon Zeilberger zieht in den Vorstand ein.

Das internationale Familienunternehmen für Spritzgießmaschinen ENGEL Unternehmensgruppe aus Schwertberg in Österreich hat Anfang Februar ein neues Mitglied in den Vorstand berufen. Dr. Gerhard Dimmler (links) wird als Chief Technology Officer (CTO) für das Ressort Entwicklung und auch das Ressort Digitalisierung verantwortlich zeichnen. Ersteres übernimmt Gerhard Dimmler von Engel-CEO Dr. Stefan Engleder. Stefan Engleder ist Urenkel des Unternehmensgründers Ludwig Engel, der im Jahr 1945 das Unternehmen ins Leben rief. Engleder übernahm den Vorsitz der Geschäftsführung im Jahr 2016.

Der Einstieg von Dimmler als CTO wird nicht die einzige Veränderung in der Führungsetage der Engel Austria GmbH sein. Zum Ende des Geschäftsjahres von ENGEL am 31. März verlässt CFO Markus Richter auf eigenen Wunsch das Unternehmen. Sein Nachfolger wird zum 1. April Simon Zeilberger (rechts). Simon Zeilberger ist im Moment noch im Vorstand Max Aicher Stahl AG (Freilassing, Bayern) zu finden. Er schloss an der Universität den Magister im Bereich Internationale Betriebswirtschaft ab. Das vierte Mitglied im Vorstand von ENGEL ist Chief Procurement Officer (CPO) Joachim Metzmacher. Er ist seit 2016 Teil der Geschäftsleitung.

Die Nachfolgegeschichte bei ENGEL Unternehmensgruppe

Ludwig Engel gründete ENGEL nach dem Krieg als Schlosserei. Sechs Jahre später wurde die erste Spritzgießmaschine Teil des Geschäftsmodells. Die zweite Generation übernahm nach seinem Tod im Jahr 1965 die Geschäftsführung. Ludwig Engels Tochter Irene und ihr Mann Georg Schwarz leiteten bis 1997. Sie übergaben an ihren Schwiegersohn Peter Neumann. Dieser trat den Posten in der operativen Leitung des Familienunternehmens schließlich an Stefan Engleder ab. Zu dieser Zeit war Engleder bereits als CTO knapp vier Jahre Mitglied des ENGEL-Vorstands.

Die GmbH erwirtschaftet heute rund 1,1 Milliarden Euro Umsatz und hat Produktionswerke an neun Standorten in Europa, Nordamerika und Asien. Weltweit beschäftigt ENGEL rund 6.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Noch im Geschäftsjahr 2018/19 kam das Unternehmen auf 1,6 Milliarden Euro Umsatz. Die letzten beiden Jahre sank der Umsatz jeweils um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Engleder machte sowohl auf die Automotive-Krise als auch die Corona-Pandemie dafür verantwortlich.

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