Viessmann setzt auf Peter Leibinger

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Mit einer bekannten Unternehmerpersönlichkeit hat die Viessmann Gruppe seinen Verwaltungsrat ausgebaut: „Mit Peter Leibinger gewinnen wir eine der renommiertesten Führungspersönlichkeiten der deutschen Industrie für unser Team“, sagt Max Viessmann, CEO der Viessmann Generations Group, in der Pressemitteilung. 

Ausschlaggebend für diese Entscheidung sei vor allem Leibingers Erfahrungsspektrum für technologische Sprunginnovationen, heißt es in der Mitteilung weiter. Dies sei wichtig für „den Ausbau und die technologische Weiterentwicklung des unternehmerischen Ökosystems von Viessmann.“ 

Der Ingenieur und Manager Peter Leibinger (57) gehört der Eigentümerfamilie der Trumpf SE + Co. KG an. Das Unternehmen ist im Bereich Lasertechnologie und Maschinenbau tätig. Leibinger hatte unterschiedliche Führungspositionen übernommen. So war er Chief Technology Officer bei Trumpf und CEO des Geschäftsbereichs Lasertechnik und Elektronik. Seit 2023 ist er Vorsitzender des Aufsichts- und Verwaltungsrats des Unternehmens. Ab Januar 2025 wird Peter Leibinger in der Nachfolge von Siegfried Russwurm als neuer Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) tätig sein. 

Die Viessmann Group: Verkauf und Einkauf von Unternehmen

Der Hersteller von Heiztechnikprodukten sowie Klima- und Kühlsystemen Viessmann Group GmbH & Co. KG in Allendorf (Eder) beschäftigte 2022 rund 14.500 Mitarbeitende in 31 Ländern und erwirtschaftete einen Umsatz von 4 Milliarden Euro. Anfang 2024 gab das Unternehmen den Abschluss des Verkaufs des Geschäftsbereichs Klimalösungen an Carrier Global bekannt. Seitdem baut die Unternehmerfamilie Viessmann mit der Viessmann Generation Group in hoher Geschwindigkeit ein Beteiligungsportfolio auf.  

Mit dem Ende November bekanntgegebenen Einkauf der Isoplus GmbH, Rosenheim, rundet Viessmann sein Portfolio ab. Der Hersteller von vorgedämmten Rohre mit über 1.500 Mitarbeitenden an zehn Produktionsstandorten in Europa gehörte bisher zu Egeria. Max Viessmann, CEO der Viessmann Generations Group, betont, dass sich mit diesem Zukauf der „Ausbau nachhaltiger Infrastruktur im Bereich der Wärmeverteilung rasch vorantreiben, Emissionen reduzieren und erneuerbare Energien in den Alltag integrieren“ lassen. Die Rohrsysteme von Isoplus lassen sich in der Nah- und Fernwärmeverteilung einsetzen. Sie eignen sich besonders dafür, erneuerbare Energiequellen wie Solarenergie, Wind, Biomasse und Abwärme in bestehende und neu geschaffene Fernwärmenetze zu integrieren.

Hat an der Uni Bamberg Germanistik, Philosophie und Kommunikationswissenschaften studiert. Zuvor arbeitete sie als Redakteurin am Zukunftsinstitut von Matthias Horx. Bei dem Magazin brand eins in Hamburg entdeckte sie ihre Liebe zum Wirtschaftsjournalismus, der sie seit März 2023 beim wir-Magazin frönen darf.