Graef: Vierte Generation in Führung

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Beim Familienunternehmen Graef im sauerländischen Arnsberg steigen mit Franziska Graef und Johanna Graef-Krengel zwei Vertreterinnen der vierten Generation in die Geschäftsführung ein. Gemeinsam mit ihrem Vater Hermann Graef und dessen Cousin Andreas Schmidt bilden sie seit April 2026 die Führungsriege des Schneid- und Haushaltsgeräteherstellers.

Johanna Graef-Krengel ist bereits seit 2013 im Unternehmen. Sie hatte schon ihre Ausbildung zielgerichtet auf den Einstieg ins Familienunternehmen gewählt. Nach einem BWL-Studium und einem Master in Marktorientierter Unternehmensführung kam sie 2013 ohne Umwege ins Unternehmen und durchlief verschiedene Positionen, vor allem im Vertrieb, dessen Leitung sie 2016 übernahm. Heute verantwortet Johanna Graef-Krengel die kaufmännische Verwaltung mit den Bereichen Finanzbuchhaltung, IT und Controlling.

Franziska Graef studierte Businessmanagement und absolvierte einen berufsbegleitenden Master in Corporate Management. 2016 trat sie ins Unternehmen ein, wo sie vor allem im Bereich Marketing tätig war. Im Zuge des Generationenübergangs übernimmt Franziska Graef die Verantwortung für die Bereiche Vertrieb Consumer, Marketing und Produktmanagement und bringt ihre langjährige Erfahrung in die Weiterentwicklung von Markt- und Markenstrategie ein. Über den gemeinsamen Einstieg sagte Johanna Graef-Krengel dem „wir“-Magazin anlässlich eines Interviews vor rund fünf Jahren: „Ich habe mich damals extrem über Franziskas Entscheidung gefreut. Es war klar: Wenn wir bei Graef wirklich etwas verändern wollen, dann am besten zusammen.“

Graef: Anteile gegen Mitarbeit

Die 1920 gegründete Gebr. GRAEF GmbH & Co. KG aus Arnsberg gehört zu den führenden Herstellern von Schneidemaschinen für den privaten und den gewerblichen Gebrauch. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 150 Mitarbeiter und ist nach eigenen Angaben marktführend bei Allesschneidern: Zudem umfasst das Sortiment des Unternehmens auch noch weitere Küchengeräte wie Siebträger-Espressomaschinen, Kaffeemühlen, Mixer, Wasserkocher und Toaster.

Gründer Hermann Graef vererbte bei seinem Tod im Jahr 1951 seinen vier Söhnen die Firma zu gleichen Teilen, die alle vier operativ im Unternehmen mitarbeiteten. In der zweiten Generation vererbten zwei der vier Brüder ihre Anteile jeweils an ihre ältesten Söhne, Hermann und Reinhard Graef. Die beiden anderen Brüder bleiben kinderlos und begünstigten ebenfalls die genannten Erben und zusätzlich ihren Neffen Andreas Schmidt, ebenfalls Vertreter der dritten Generation. Grundsätzlich gilt bei Graef die langjährige Regel, dass nur aktiv mitarbeitende Familienmitglieder auch am Unternehmen beteiligt werden.

Hat Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Mainz und Paris studiert. Kam über die Kulturberichterstattung zur Tageszeitung. Seit 2007 Redakteurin in der F.A.Z.-Gruppe, seit 2015 fester Teil der wir-Redaktion, wo sie die Produktion des Magazins, das Programm der „wir-Tage“ und den Podcast verantwortet.