Die Verantwortung der Nachfolge

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Als ich 2004 im Rahmen einer Unternehmensnachfolge in das Familienunternehmen Mayer Feintechnik eingestiegen bin, war für mich sehr schnell klar, dass ich dieses Unternehmen nicht einfach nur weiterführen wollte. Ich wollte etwas aufbauen, etwas entwickeln, etwas hinterlassen. Aus einem reinen Lohnfertiger wurde ein Systemlieferant, der komplexe Herausforderungen für anspruchsvolle Kunden löst. Über die Jahre ist es uns gelungen, Mayer Feintechnik von einem kleinen Unternehmen mit 15 Mitarbeitenden zu einem stark gewachsenen Spezialisten mit 130 Mitarbeitenden auszubauen. Dieses Wachstum war für mich weit mehr als eine wirtschaftliche Entwicklung. Es war ein persönlicher Weg, auf dem ich mit dem Unternehmen gewachsen bin. Mit jeder neuen Phase musste ich meine Rolle neu verstehen: vom Anpacker zum Unternehmer, vom Problemlöser zum strategischen Entscheider.

Trotz aller Verbundenheit mit dem Unternehmen war für mich von Anfang an klar, dass ich Mayer Feintechnik eines Tages verkaufen würde. Zu verantwortungsvollem Unternehmertum gehört für mich auch die Frage, was aus dem Unternehmen wird, wenn ich selbst nicht mehr da bin. Deshalb habe ich mich gedanklich früh mit dem Thema Nachfolge beschäftigt. Als dieser Moment dann tatsächlich näher rückte, war das jedoch etwas völlig anderes als eine theoretische Überlegung. In diesem Unternehmen stecken mehr als 20 Jahre Herzblut, Verantwortung, unzählige Entscheidungen und ein großer Teil meines Lebens. Der Gedanke, es abzugeben, war deshalb nicht nur vernünftig und notwendig, sondern vor allem emotional. Da waren Respekt, Unsicherheit, Zweifel und auch die Sorge, ob ich wirklich loslassen kann. Gleichzeitig war mir wichtiger denn je, dass das Unternehmen in gute Hände kommt und eine Heimat findet, wo die Anforderungen und unser Anspruch an Präzisionsmetallbearbeitung verstanden werden. Nur so kann das Unternehmen dann auch gut und erfolgreich weiterentwickelt werden.

Plötzlich liegt eines Tages ein indikatives Angebot auf dem Tisch

Als mir klar wurde, auf welchem Niveau sich der Verkaufsprozess bewegen würde, wusste ich, dass ich dafür einen Partner brauche, der dieser Professionalität nicht nur fachlich gewachsen ist, sondern mir auch die Sicherheit gibt, diesen Weg wirklich gehen zu können. Auf der Gegenseite stand schließlich ein professioneller Investor mit erfahrenen Beratern und die Due Diligence sollte innerhalb kürzester Zeit beginnen.

Ich war einige Jahre im Aufsichtsrat der regionalen Volksbank tätig, wodurch mir der genossenschaftliche Gedanke vertraut war. Eine konkrete Empfehlung aus diesem Umfeld verwies mich schließlich zur DZ BANK. Schon vor der eigentlichen Zusammenarbeit hatte ich den Eindruck, dass ich es bei meinen Ansprechpartnern mit Branchenspezialisten zu tun habe, die sowohl fachlich als auch menschlich auf Augenhöhe agieren. Ich arbeite grundsätzlich am liebsten mit den Besten zusammen. Gerade in einer Phase, in der man sich verletzlich macht, ist genau dieses Gefühl von unschätzbarem Wert. Für mich ist Vertrauen nie nur ein schönes Wort, sondern die Grundlage jeder echten Zusammenarbeit. Dieses Vertrauen hat sich im M&A-Prozess nicht nur bestätigt, sondern vertieft.


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Für Frank Neuschulz war der M&A-Prozess weit mehr als eine Transaktion. / Video: DZ BANK AG


Eine der größten Herausforderungen war die Dynamik des Prozesses. Dafür fühlte ich mich zunächst nicht ausreichend vorbereitet. In solchen Momenten spürte ich sehr deutlich, wie viel auf dem Spiel steht und wie wertvoll es ist, jemanden an der Seite zu haben, dem man das Geschäftsmodell nicht von Anfang an erklären muss. Innerhalb kurzer Zeit wurden Unterlagen strukturiert zusammengestellt, ein Datenraum aufgebaut und die Informationen so aufbereitet, dass sie einer professionellen Prüfung standhalten konnten. Für mich war das eine Phase mit enormem Druck, mit wenig Schlaf und hoher innerer Anspannung, aber zugleich auch mit dem Gefühl, in diesem Prozess nicht allein zu sein.

Die persönliche Unterstützung ist mindestens genauso wichtig wie die fachliche Begleitung

In einem solchen Prozess stellt man sich nicht nur fachliche Fragen, sondern auch sehr persönliche: Bin ich dieser Aufgabe wirklich gewachsen? Kann ich mit der Gegenseite auf Augenhöhe verhandeln? Und vor allem: Bin ich wirklich bereit, loszulassen? Die Zusammenarbeit mit den M&A-Beratern der DZ BANK hat mir in dieser Phase nicht nur Struktur gegeben, sondern auch Halt. Ich hatte Ansprechpartner an meiner Seite, die jederzeit verfügbar, transparent und verlässlich waren. Diese Mischung aus Professionalität, Klarheit und menschlicher Stärke war für mich ein zentraler Faktor, um Vertrauen aufzubauen, schwierige Momente auszuhalten und den Prozess am Ende auch innerlich mittragen zu können.

Besonders beeindruckt hat mich, wie schnell und zugleich hochwertig komplexe Inhalte aufbereitet wurden. Zahlen, Analysen und Auswertungen wurden in eine Form übersetzt, mit der ich als Unternehmer unmittelbar arbeiten konnte, während sie gleichzeitig den professionellen Anforderungen der Gegenseite entsprachen. Ebenso wichtig war für mich, dass meine eigenen Vorstellungen ernst genommen wurden. Ein Unternehmensverkauf ist kein rein technischer Vorgang. Es geht immer auch um persönliche Ziele, um Grenzen in Verhandlungen, um Tempo, um Verantwortung und um die Zukunft eines Unternehmens, in dem ein großer Teil des eigenen Lebens steckt. Dass diese Bedürfnisse so konsequent in die Strategie einbezogen wurden, habe ich nicht nur als professionell, sondern auch als menschlich sehr wertvoll empfunden.

Nach rund vier Monaten konnten wir einen Partner gewinnen, der das Unternehmen wertschätzt und die Entwicklung nachhaltig weiterführt. Die Vertragsunterzeichnung war deshalb einer der bewegendsten Momente meines Lebens, weil in diesem Augenblick greifbar wurde, worauf ich über viele Jahre hingearbeitet hatte. Für mich war dieser Prozess weit mehr als eine Transaktion. Es war die Krönung meines Lebenswerks.

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