Martin Schoeller führt zusammen mit seinem Bruder Christoph die Schoeller Holding. Daneben wirbt er für seine Ideen, um den afrikanischen Kontinent in ein neues Zeitalter zu heben. Um dieses Ziel zu erreichen, wünscht sich der Unternehmer unter anderem mehr staatliche Eingriffe in die Wirtschaft. Wie passt das zusammen?

Martin Schoeller, wie kam die Schoeller Group nach Afrika?

Wir ziehen dahin, wo unsere Kunden hingehen. Wir sind Weltmarktführer für Mehrwegverpackungen und auch für Getränkekästen, und Geschäftspartner wie Coca-Cola, Castel, Heineken und South African Breweries sind auf dem ganzen Globus verteilt. Wenn die vor Ort sind, müssen wir auch vor Ort sein. In Afrika sind wir in allen Ländern bis auf Sudan und die Zentralafrikanische Republik mindestens mit Lizenznehmern am Markt.

Wie sind Ihre unternehmerischen Erfahrungen auf dem frem­den Kontinent?

Unsere Geschäftspartner und Lizenznehmer sind absolut korrekte Menschen wie westliche Partner auch. Wir hatten keine Korruptionsanfragen oder Ähnliches. Die Unternehmen gehen sehr gut mit ihren Fachleuten um. Alle sind fleißig und umsichtig. Die Besitzer sind fast ausschließlich Afrikaner – ein kleiner Teil sind Inder. Nur wenige Europäer führen dort Geschäfte.

Laut Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) investieren von den rund 300.000 exportorientierten deutschen Unternehmen lediglich etwa 1.000 in Afrika. Warum ist das so?

Die Antwort ist ganz einfach: Es gibt keine Infrastruktur. Wenn ein Unternehmen beispielsweise in einem asiatischen Land produziert, dann sind dort Straßen vorhanden und Strom und Wasser. Das sind die drei Schlüssel zu einer funktionierenden Wirtschaft – Wasser, Strom, Verkehrsinfrastruktur. In vielen afrikanischen Regionen fehlt das fast vollständig. Damit die Wirtschaft in Afrika anfangen kann zu florieren, müssen Straßen gebaut und radikal in die Versorgung mit Wasser und Strom investiert werden.

Wer soll das alles bezahlen?

Wir! Sprich Europa, aber nicht bezahlen, sondern finanzieren. Aber bevor Sie jetzt gleich sagen, wir können das doch nicht verschenken, sage ich Ihnen: Machen wir auch nicht. Wir geben Kredite. Schätzungen zufolge fehlen 100 Milliarden Euro pro Jahr auf dem afrikanischen Kontinent, die in die von mir genannten essentiellen Strukturen investiert werden sollten. Und das klingt erst einmal nach viel Geld. Aber die Verschuldung in Europa beträgt im Moment circa 14 Billionen Euro. Da sind 100 Milliarden bei 0 Prozent Zinsen wirklich marginal. Und der Schuldenstand würde nur von 14 auf 14,1 Billionen wachsen. Für Afrika und Europa würden sich aber ganz neue Perspektiven in einer ganz anderen Dimension eröffnen. Wir haben die Chance, in dieser historischen Zeit der niedrigen Zinsen sehr günstige Entwicklungshilfe zu leisten.

Ein deutscher Unternehmer fordert noch mehr Schulden. Wir Deutschen glauben doch eher an die schwarze Null.

Es sind weder höhere Schulden noch höhere Steuern. Das ganze Geld wird nicht vom Steuerzahler kommen. Wir schlagen eine Art Hybrid-Finanzierung vor. Wir zapfen Pensionsfonds, institutionelle Investoren und auch Privatinvestoren an. Es suchen doch alle händeringend nach einer sicheren Anlage, die keine Negativzinsen kostet. Die Idee ist eine Art Afrika-Bonds: Diese Mittel leiten wir weiter für Infrastrukturprojekte afrikanischer Staaten mit zum Beispiel 2 oder 3 Prozent Rendite und mit langen Laufzeiten. In Zeiten wie diesen werden diese Papiere in kürzester Zeit platziert werden können. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung oder die Europäische Investitionsbank geben ihre Bonität dafür. Stellen Sie sich vor, ein Vermögensverwalter wie BlackRock – mit über 8.670 Milliarden US-Dollar „Assets under Management“ – zeichnet für 50 oder 100 Milliarden US-Dollar Afrika-Bonds von der EIB. Das wären für BlackRock nur 0,5 bis 10 Prozent, aber es würde die Geschichte von Afrika und damit auch von Europa massiv zum Positiven verändern.

Wie gehen wir sicher, dass das Geld dort ankommt, wofür es geplant war?

Die Investitionen in Afrika werden von den Entwicklungsbanken finanziert. Die Kredite sind gekoppelt an die Infrastrukturprojekte und die Reformen für höhere Löhne, die eingehalten werden müssen. Diese Programme erzeugen Wachstum und stärken auch die Wirtschaft vor Ort, so dass sich die Kreditnehmer-Länder in 10 bis 20 Jahren direkt am Markt refinanzieren und so die europäischen Kredite ersetzen können. Kredite, die unsere Entwicklungsbanken aufnehmen und an andere Länder weiterverleihen, saldieren sich und werden nicht als europäische Schulden gerechnet. Also brauchen wir für so ein Programm weder den Steuerzahler noch die Schulden in Europa zu erhöhen.

Für die berechtigte Sorge vor Korruption gäbe es eine Möglichkeit, Transparenz-Unternehmen zwischenzuschalten, die die Ausschreibung, Vergabe und Fortschrittskontrolle übernehmen. Da werden drei internationale Wirtschaftsprüfer und auch Qualitätssicherungsunternehmen wie der TÜV beteiligt sein, die alles kontrollieren. So gehen wir sicher, dass Korruption eingedämmt wird und das Geld dort ankommt, wo es hinsoll.

Vor allem wir Deutschen sollten nicht den Finger heben. Wir sind Weltmeister im Nicht-Einhalten von Budgets. Einen Cost-Overrun wird es bei Großprojekten oft geben, weil Menschen immer zu optimistisch planen – ob bei Flughäfen in Berlin, Philharmonien in Hamburg oder Infrastrukturprojekten in Afrika. Die Hauptsache ist, dass alles transparent bleibt, wenn der Preis nach oben geht.

Was muss sonst noch passieren, damit der Kontinent nach vorne kommt?

Es braucht soziale Marktwirtschaft. Die einfachste aller Antworten. Die Antwort auf alle Probleme der Armut.

Hört sich zu einfach an.

Wer hätte gedacht, dass sich Europa nach dem Zweiten Weltkrieg so entwickelt, wie es sich entwickelt hat. Wir stehen super da. Ich bin Teil der Nachkriegsgeneration. Ich sage: Wir hatten die beste Zeit in der Geschichte der Menschheit. Ich bin jeden Tag dankbar, dass wir Frieden, Freiheit, Wohlstand, Menschenrechte und sozialen Schutz genießen, den kein anderer Teil der Welt so dauerhaft und verlässlich hat wie wir in Westeuropa. Denken Sie nur an die Polizei in den USA, an Methoden des Geheimdiensts oder an Guantanamo! Sogar in den USA sind Menschenrechte weniger wert als hier, ganz zu schweigen von der östlichen und südlichen Hemisphäre.

Deswegen flüchten immer mehr Menschen aus Afrika hierher. Denn über Mobilfunk und Fernsehen sehen sie die Lebensqualität in Europa. Die Flucht über das Mittelmeer, die griechischen und italienischen Inseln bringt die genannten Säulen in unserer Gesellschaft hier ins Wanken, weil viele Menschen sich radikalisieren. Denn sie sehen ihren Wohlstand als gefährdet an, die rechten Randparteien stellen jetzt sogar die Demokratie in Frage. Fast bin ich froh, dass die Flüchtlingsthematik das Problem von Afrika jetzt allen Menschen bewusst macht und auch zu unserem Problem gemacht hat, denn jetzt hören mir die Leute zu, wenn wir über Afrika reden. Früher war das Problem zu weit weg.

Soll heißen: Wir lösen unsere gesellschaftlichen Probleme, in­dem wir die afrikanische Wirtschaft ankurbeln?

Auf gesellschaftlicher Ebene bekämpfen wir das, was unsere Gesellschaft in Deutschland und vor allem in ganz Europa spaltet: die Ursachen der Flüchtlingskrise.

Wenn wir den Menschen in den afrikanischen Ländern, insbesondere in der Subsahara-Region, eine wirtschaftliche Perspektive bieten, dort zu bleiben, dann entlastet das auch Europa und wirkt der Radikalisierung, die hier deutlich steigt, was mir große Sorgen bereitet, entgegen.

In einem idealen Szenario gehen sogar die Menschen, die zu uns geflüchtet sind, zurück, weil sie mit ihren gewonnenen Sprachkenntnissen als Mittler zwischen Europa und ihrem Heimatland in Unternehmen arbeiten können, die durch das Infrastrukturprogramm eine große Anzahl zusätzlicher Jobs anbieten können und müssen. 100 Milliarden US-Dollar Investitionen in afrikanische Infrastruktur kreieren 50 Millionen neue Jobs. Es kann ein regelrechter Sog entstehen für eine neue Wachstumsregion.

Außerdem, wenn die Löhne in Afrika steigen, gibt es dort weniger Geburten – das ist in Studien erwiesen. Ab 250 US-Dollar Monatsgehalt endet das Bevölkerungswachstum, und die Geburtenrate pro Frau sinkt auf 2. Das hilft uns nicht nur in Flüchtlingsfragen, sondern ist auch gut für die Umwelt, weil das rasante Bevölkerungswachstum Afrikas, das Ressourcen verschlingt, erst dann gestoppt wird, wenn das Bevölkerungswachstum in Afrika gestoppt ist. Dann kann auch innerer Frieden einkehren, und der Streit um die knappen Ressourcen hört auf.

Wirtschaftlich stellt Afrika einen neuen Absatzmarkt mit unglaublicher Kaufkraft dar, vergleichbar mit China vor 30 Jahren. Das Investment der Kredite wird sich lohnen, denn Afrika entwickelt sich jetzt schon sehr gut. Einige Länder haben schon ohne meine Ideen 6 Prozent Wachstum. Wir würden die 1 oder 2 Prozent Zinsen sicher wiederbekommen. Ganz zu schweigen von den Agrarsubventionen, die wir sparen können, dem zusätzlichen Handel mit Afrika und den sinkenden Flüchtlingskosten. Europa bekommt das Geld mit Gewinn zurück.

Klingt ein wenig nach nettem Kolonialismus.

Ein gut gemeinter Rat von einem Nachbarn, der sich kümmern will. Ein Dach über dem Kopf, eine sichere Arbeit und eine Familie, die man ernähren kann, braucht jeder Mensch, unabhängig von seiner Kultur, sagt auch der Dalai Lama. Es geht also nicht um das Aufdrängen einer europäischen Kultur, sondern es geht um die menschlichen Grundbedürfnisse.

Der Markt wird es schon regeln, darauf haben Ökonomen bei der Entwicklung Afrikas verwiesen. Ist der Kapitalismus in Af­rika gescheitert?

Der Turbokapitalismus, der ungezügelte Kapitalismus ist gescheitert, ja. Denn in diesem System kommen die Ärmsten aus der Bevölkerung nicht aus der extremen Armut heraus. Der ungelernte Arbeiter erhält keinen existenzsichernden Lohn. Von einem US-Dollar am Tag kann man nicht eine Familie ernähren, das betrifft 70 Prozent der Afrikaner.

Der Markt schafft einen fairen Preis für jeden gut Ausgebildeten, aber für die gering Ausgebildeten brauchen wir die soziale Marktwirtschaft – soziale Standards. In Afrika gibt es doppelt so viele Arbeitssuchende wie Jobs, weil alle Bürger arbeiten wollen und müssen, egal ob alt, jung oder krank. Den Ausgebildeten geht es gut, klar. Aber die unausgebildeten Menschen können im total liberalen System keinen fairen Preis für ihre Arbeit aushandeln.

Der Kommunismus ist aber auch nicht die Lösung. Ich nenne es: Armut für alle. Schauen Sie auf Nordkorea oder Kuba und Venezuela. Privatinitiative ist verboten aus Angst vor Unterschieden. Privatinitiative und Wettbewerb braucht es aber, damit sich die Menschen anstrengen und damit es sich lohnt, sich anzustrengen. Deshalb ist die soziale Marktwirtschaft der Königs-, … nein: der Kaiserweg.

Soziale Marktwirtschaft heißt: für Alter, Krankheit und Arbeitslosigkeit ist gesorgt, ebenso für die Schulbildung und dass ein Arbeiter eine Familie ernähren kann. Diese sozialen Standards fehlen fast vollständig in fast allen Ländern in Subsahara-Afrika.

Sie haben unter dem Titel „Afrika first! – Die Agenda für unse­re gemeinsame Zukunft“ eben jene Ideen und Thesen zur Ent­wicklungshilfe dargelegt. Im Buch sprechen Sie auch das Thema menschenwürdige Arbeit an. Was hat es damit auf sich?

So sehr man die Chinesen kritisieren darf und muss, sie haben eine Definition für den Arbeiterlohn, die uns und auch der ILO (International Labour Organization) gefehlt hat. Sie sagen: Der Lohn des einfachen Arbeiters muss sich an den Lebenshaltungskosten der Region, in der er lebt, orientieren. In den Zielen und Statuten der ILO steht, dass sie sich für menschenwürdige Arbeit einsetzt. Das bringt aber in der Praxis wenig. Die größte Stellschraube ist der Lohn, nicht nur die Bedingungen der Arbeit. Sind die Arbeitsbedingungen gut und der Lohn schlecht, dann ist den Arbeitern – in Afrika oder sonst wo – nicht geholfen. Wir sagen also: Ungelernte Arbeitskräfte müssen so viel verdienen, dass es reicht, eine Wohnung zu mieten und die Familie zu ernähren. Es geht um das Lohnniveau. Diese Bedingung fehlt bisher in unseren internationalen Verträgen.

Aber Unternehmer – egal in welchem Land – setzen doch nicht aus purer Freundlichkeit die Löhne hoch?

Deswegen müssen die Mindestlöhne auch per Gesetz erhöht werden. Die Infrastrukturprojekte können der Grundstein für die Veränderung in Afrika sein, mit genau dieser Definition des Mindestlohns. Konkret schlagen wir vor, dass für die Infrastrukturprojekte, die wir Europäer finanzieren, auch eine Lohnentwicklung für die Arbeiter vertraglich mit eingefordert wird, zum Beispiel im Straßenbau.

Auch hier müssen wir einem streitbaren Charakter Tribut zollen: Putin macht viele schlimme Dinge, aber in Russland hat es geklappt, dass staatlich finanzierte Projekte besser bezahlt werden als private Projekte. Damit ist die private Wirtschaft in Zugzwang geraten, die Löhne zu erhöhen. Diesen Ansatz braucht es in Afrika auch. Anders kann man das Lohnniveau noch nicht beeinflussen, weil der Großteil der Jobs in Afrika noch unregistriert ist. So wächst der Wohlstand für alle, und die allgemeine Kaufkraft steigt. Passiert das in Afrika, profitieren auch wir als Exportnation davon.

Der Staat soll also Unternehmen indirekt dazu zwingen, höhere Löhne zu zahlen. Mit dieser Meinung stehen Sie als Unterneh­mer recht allein da.

Mir ist klar, dass ich mich da noch außerhalb des Mainstreams bewege. Die meisten Unternehmer fordern weniger Staat und sagen, sie wissen es besser. Sie seien aus sich heraus sozial und gute Arbeitgeber. Aber wir sind in Europa und in Deutschland nicht zufällig ein Gebiet des Wohlstands geworden. Wir sind es, weil wir uns im Laufe der Jahrzehnte auf Regeln geeinigt haben, die so gut funktionieren, dass wir im internationalen Vergleich sehr gut dastehen. Ludwig Erhard hat mit der sozialen Marktwirtschaft den Weg vorgezeichnet. Deshalb sehe ich ja die soziale Marktwirtschaft als Nonplusultra und geeignet, die extreme Armut zu beenden, und halte mich an Henry Ford, der gesagt hat: „Was bringt es, wenn der Arbeiter kein Auto kaufen kann? Allein für den Geschäftsführer muss ich keine Fabrik bauen.“

Es braucht eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen Staat und Unternehmer. Der Staat muss Schiedsrichter sein können. Auch Fußball spielt man im Wettbewerb, aber fair nach Regeln, und es gibt einen Schiedsrichter. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Wettbewerb muss Wettbewerb sein; den braucht es. Soziale Gerechtigkeit ist auch kein Begriff, den ich nutzen möchte, sondern ein Kampfbegriff. Solidarität ist das Wort, auf das wir uns einigen können – die braucht es, und die sollte überall etabliert werden. Die soziale Marktwirtschaft ist ein System von Leistung und Solidarität. Ich habe momentan Zweifel, ob die rot-rot-grünen Parteien das verstanden haben oder ob sie vorhaben, den Motor durch Kapitalentzug abzuwürgen, der das Sozialsystem finanziert.

Ein Land, das eher weniger mit Solidarität und unserer Vor­stellung von Menschenrechten zu tun hat, ist China. Das Land investiert in Afrika und agiert für die meisten afrikanischen Länder als Importeur Nummer eins. Wieso sollten afrikanische Regierungschefs den Partner China gegen den Partner Europa tauschen?

Unser Argument muss sein, dass wir diejenigen sind, mit denen die afrikanischen Regierungschefs fairere und bessere Deals aushandeln können. Zum Beispiel wenn die Kredite der Chinesen auslaufen, die die Afrikaner nicht zurückzahlen können, und die Chinesen deshalb die Sicherheiten kassieren, dann könnten wir sagen: „Wir geben euch Kredit zur Ablösung der chinesischen Kredite, mit niedrigeren Zinsen und längeren Laufzeiten.“ Außerdem sollten wir jetzt neue Finanzierungen mit langen Laufzeiten und günstigen Zinsen für die längst überfälligen nationalen Infrastrukturprogramme anbieten und diese Kredite mit den Standards der sozialen Marktwirtschaft verknüpfen. Als Nebeneffekt können wir auch dazu beitragen, dass der Euro eine internationale Währung wird und wir diese Domäne nicht allein den Amerikanern lassen.

Aber wir sollten den afrikanischen Regierungschefs eine Bedingung stellen: „Bei den Projekten, die ihr mit uns auf den Weg bringt, arbeiten 80 Prozent einheimische Arbeiter und nur 20 Prozent kommen aus dem Ausland und bringen ihr Know-how mit.“ Das ist ein weiteres gewinnbringendes Argument, da die Chinesen für Bau- und andere Vorhaben häufig ihre eigenen Arbeiter ins Land holen und diese unter menschenunwürdigen Verhältnissen arbeiten lassen.

Die chinesischen Kredite laufen in der Regel keine zehn Jahre und fordern Zinsen von 6 bis 7 Prozent. Da gehen wir drunter und bieten Laufzeiten, die fair sind für Länder, die sich erst entwickeln müssen, was Jahrzehnte dauern kann. In Afrika wächst die Skepsis gegenüber China als Investor, weil auffällt, dass die Chinesen eine Diplomatie der Schuldenfalle fahren – für nicht bezahlte Schulden Rechte einfordern oder andere Ansprüche geltend machen. Das ist unsere Chance, an dem anzuknüpfen, was bereits vor 500 Jahren die Kontinente zusammengebracht hat: eine Gewürzroute 2.0 als Gegenentwurf zur Neuen Seidenstraße der Chinesen – die Gewürzroute war auch schon damals erfolgreicher als die Seidenstraße.

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