Der neue Aufsichtsratsvorsitzende von Faber-Castell heißt Dirk Engehausen (59, Bild). Er tritt die Nachfolge des inzwischen siebzigjährigen Gerhard Berssenbrügge an, der „aus regulatorischen Gründen“ zum Jahresende 2023 aus dem Gremium ausgeschieden ist, wie es in der Pressemitteilung heißt. Engehausen, ehemaliger CEO der Schleich Gruppe, bringt langjährige Erfahrungen aus der Spielwarenbranche mit. Vor seiner Tätigkeit bei Schleich war er Vertriebsvorstand bei Tchibo und hatte über 20 Jahre lang verschiedene Positionen bei Lego inne. Im Aufsichtsrat von Faber-Castell, dem er seit Februar 2024 vorsitzt, sitzen auch die Mitglieder der gräflichen Familie Mary (71) und Charles (43). Vorstandschef Stefan Leitz bezeichnet die Zusammenarbeit zwischen Management und Familie in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung als „sehr professionell. Ihr geht es, genauso wie uns, vor allem anderen um eine gute Entwicklung des Unternehmens. Wir stehen in regelmäßigem Austausch auch über Aufsichtsratssitzungen hinweg“.
„Ich fühle mich geehrt, Teil der Faber-Castell Familie zu sein und zum weiteren Erfolg des Unternehmens beitragen zu können“, wird Dirk Engehausen in der Pressemitteilung zu seinem Antritt als Aufsichtsratsvorsitzender zitiert. „Faber-Castell ist ein Unternehmen mit einer reichen Geschichte und einer starken Verpflichtung zu Qualität und Innovation. Ich freue mich auf das Teamwork innerhalb des Gremiums sowie die Zusammenarbeit mit der gräflichen Familie, dem Vorstand und dem Managementteam, um das Wachstum voranzutreiben und Werte für alle Stakeholder zu schaffen.”
Faber-Castell: Schöner schreiben seit 1761
Das 1761 gegründete Unternehmen ist seit neun Generationen im Besitz der Familie. Nach dem Tod von Anton-Wolfgang von Faber-Castell im Jahr 2016 war ein Erbstreit entbrannt, der mittlerweile als beigelegt gilt. Seit 2021 gibt es eine Familienverfassung. Im Geschäftsjahr 2022/23 erwirtschaftete das Unternehmen mit 649 Millionen Euro den zweithöchsten Umsatz in der 263-jährigen Firmengeschichte. Das Unternehmen ist eines der weltweit führenden Unternehmen für hochwertige Produkte zum Schreiben und Zeichnen. Mit etwa 2,3 Milliarden produzierten Blei- und Farbstiften pro Jahr, drei Fertigungsstätten und rund 6.500 Mitarbeitenden ist das Familienunternehmen weltweit aktiv.
Hat an der Uni Bamberg Germanistik, Philosophie und Kommunikationswissenschaften studiert. Zuvor arbeitete sie als Redakteurin am Zukunftsinstitut von Matthias Horx. Bei dem Magazin brand eins in Hamburg entdeckte sie ihre Liebe zum Wirtschaftsjournalismus, der sie seit März 2023 beim wir-Magazin frönen darf.

