Rachel Empey räumt den Posten der Finanzvorständin (CFO) von Fresenius. Zum 1. September übernimmt Sara Hennicken.

Sara Hennicken (41, Bild) rückt in den Vorstand der Fresenius Management SE auf. Die aktuelle Bereichsleiterin Global Treasury & Corporate Finance wurde vom Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Wolfgang Kirsch zur Nachfolgerin von Rachel Empey gewählt. Rachel Empey, die seit August 2017 als Finanzvorständin Mitglied des Vorstands ist, verlässt das Familienunternehmen auf eigenen Wunsch.

Vor ihrem Einstieg bei dem Medizintechnik- und Gesundheitskonzern mit Sitz in Bad Homburg vor der Höhe war Empey Vorstand für Finanzen und Strategie bei der Telefónica Deutschland Holding Aktiengesellschaft, die vor allem durch ihre Kernmarkt O₂ bekannt ist. Ihre Karriere begann die geborene Engländerin, die zudem auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, beim Wirtschaftsprüfer Ernst & Young. Wohin es für Empey nun geht, ist noch nicht bekannt.

Ihre Nachfolgerin Sara Hennicken ist seit Mitte 2019 Bereichsleiterin Global Treasury & Corporate Finance bei Fresenius. Sie übernahm den Posten damals von Karl-Dieter Schwab, der sich in den Ruhestand verabschiedete. Vor ihrem Einstieg in den Fresenius-Konzern hatte sich Hennicken 14 Jahre dem Investmentbanking verschrieben. Neun Jahre war sie bei der Deutschen Bank. Fünf weitere Jahre war sie für die Citigroup in Frankfurt und in London. Die kommende CFO studierte Ökonomie und Volkswirtschaftslehre in Deutschland und in den Vereinigten Staaten.

Wolfgang Kirsch, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Fresenius, lässt sich in einer Pressemitteilung zur Veränderung im Vorstand wie folgt zitieren: „Mit Sara Hennicken haben wir eine junge, innovative und dabei schon sehr erfahrene Finanzexpertin aus unseren eigenen Reihen, die für Kontinuität in diesem Bereich sorgen, aber auch neue Impulse geben wird.“

Wer im September die leitende Rolle für Global Treasury & Corporate Finance bei Fresenius übernimmt und Hennicken auf diesem Posten nachfolgt, steht noch nicht fest.

Die Geschichte des Fresenius-Konzerns geht zurück auf Eduard Fresenius, der 1912 das Pharmazieunternehmen Dr. E. Fresenius gründete. Er fertigte mit dem Apotheken-Laboratorium medizinische Produkte wie beispielsweise Injektionslösungen an. 1982 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und vier Jahre später an die Börse gebracht. 1990 knackte Fresenius erstmalig die Umsatzmilliarde und beschäftigte damals bereits 5.200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Seit 2011 firmiert das Familienunternehmen als SE & Co. KGaA. Heute erwirtschaftet Fresenius knapp 36 Milliarden Euro Umsatz und bietet mehr als 311.000 Menschen einen Arbeitsplatz.

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