Die Thielenhaus Holding GmbH hat nach der Kapitalerhöhung die Führungsetage des Unternehmens neu aufgebaut. Dietrich W. Thielenhaus bleibt an Bord.

Mit einer neuen Führungsstruktur wartet die Thielenhaus-Unternehmensgruppe auf. Die Holding GmbH des Unternehmens erhält mit Dietrich W. Thielenhaus und Hans-Gert Mayrose von der neuen Mitgesellschafterin KMF Beteiligungen GmbH eine neue Geschäftsführung. KMF Beteiligungen stieg Anfang 2022 als Investor und Privatkapitalgeber in den Gesellschafterkreis ein. Hans-Gert Mayrose ist Geschäftsführender Gesellschafter des Beteiligungsunternehmens. Bevor er KMF gründete, war er unter anderem Unternehmensberater und davor lange Jahre bei der Gesco AG, einer Beteiligungssgesellschaft aus Wuppertal, im Vorstand tätig. Zu ihr gehören beispielsweise die Dörrenberg-Gruppe, die MAE-Gruppe sowie die Setter-Gruppe.

Bei Thielenhaus werden neben den Positionen in der Holding auch in der Geschäftsführung der operativen Muttergesellschaft Stellen neu besetzt. Seit dem 1. Februar 2022 gehören zum Führungsteam Dietrich W. Thielenhaus (CEO) als Vorsitzender, der technische Geschäftsführer Oliver Hildebrandt (CTO) und der kaufmännische Geschäftsführer Andreas Knaup (CFO). Hildebrandt wechselte im April 2021 zum Unternehmen. Davor war er über 25 Jahre bei Supfina Grieshaber, einem Unternehmen der Superfinish- und Schleif-Bearbeitung.

Die Kapitalerhöhung bei Thielenhaus

Dem Unternehmen bereiteten die Krise der Automobilindustrie, die Folgen der Corona-Pandemie und die Beschaffungsproblematik immer mehr Probleme. Die Gesellschafter entschlossen sich daher, einen langfristig orientierten Partner zur Stärkung der Kapitalseite des Unternehmens aufzunehmen. „Wir haben keine Anteile verkauft, also keinen Kaufpreis erhalten, sondern die KMF wird durch eine beachtliche Kapitalerhöhung zur Mitgesellschafterin. Die Familie bleibt weiterhin Gesellschafterin unseres seit 1909 bestehenden Unternehmens“, sagte Dietrich W. Thielenhaus über die Transaktion. Mit 300 Mitarbeitern macht das Unternehmen einen Jahresumsatz von 60 Millionen Euro.

Das 1909 gegründete Familienunternehmen stellt Werkzeugmaschinen für die Oberflächenfeinstbearbeitung her. Es verfügt über acht Standorte in sechs Ländern auf vier Kontinenten. Zur der Firmengruppe gehört seit 1955 auch die 1904 in Leipzig gegründete Traditionsmarke Koellmann, ein Anbieter von hoch belastbaren Standard- und Sondergetrieben sowie von Membrankompressoren für die Erzeugung ölfreier Druckluft.

Die Universität St. Gallen hat den Oberflächenspezialisten in die Liste der Weltmarktführer aufgenommen. 2020 erhielt das Unternehmen vom FAZ-Institut die Auszeichnung als „Deutschlands Innovationsführer“.

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