Die Otto Group hat das stationäre Geschäft des Tochterunternehmens Mytoys.de GmbH veräußert. Ursprünglich wollte der Familienkonzern aus Hamburg die 19 Filialen schließen. Doch mit der Toysino GmbH fand sie einen Käufer. Die 160 Mitarbeitenden in den Filialen sollen laut Pressemitteilung mit ihren bestehenden Arbeitsverträgen weiterbeschäftigt werden. „Ich freue mich sehr, dass die Toysino GmbH das Stationärgeschäft von Mytoys übernimmt und allen Mitarbeitenden in den Filialen eine hervorragende Zukunftsperspektive gibt“, kommentiert Sebastian Klauke (Bild), Konzern-Vorstand E-Commerce, Technologie, Business Intelligence und Corporate Ventures der Otto Group, in einer Pressemitteilung. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Die Gründer und Geschäftsführer der Toysino GmbH, Daniel und Christian Krömer, betreiben in Bayern bereits 19 Spielwarengeschäfte. Jetzt kommen 19 weitere dazu, die die beiden Unternehmer allerdings nicht mehr unter der Marke „Mytoys“, sondern unter der Marke „Toysino“ führen werden.
Mit der Übernahme setzen sie auf neue Wachstumschancen. „Die Übernahme des Mytoys-Stationärgeschäfts, gepaart mit unserer Expertise im Segment Spielwaren, eröffnet uns die einmalige Möglichkeit, die Marke ,Toysino‘ sehr schnell einem breiten Publikum bekannt zu machen, im Markt zu etablieren und das wichtige Sortiment Spielwaren in vielen deutschen Städten zu erhalten“, sagt Christian Krömer, Geschäftsführer Toysino GmbH, in der Pressemitteilung zum Direktinvestment seines Unternehmens.
Der Onlinehandel unter der Marke Mytoys wird weiter über die Plattform otto.de stattfinden. Die Mytoys Group konnte vom Boom des E-Commerce in der Corona-Krise deutlich profitieren: Der Online-Händler hatte im Geschäftsjahr 2020/2021 erstmals die Umsatzmarke von einer halben Milliarde Euro überschritten. Im Geschäftsjahr 2021/2022 konnte Mytoys den Umsatz auf 905 Millionen Euro steigern und beschäftigte rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Marke wurde 1999 von Florian Forstmann und Oliver Lederle ins Leben gerufen.
Hat an der Uni Bamberg Germanistik, Philosophie und Kommunikationswissenschaften studiert. Zuvor arbeitete sie als Redakteurin am Zukunftsinstitut von Matthias Horx. Bei dem Magazin brand eins in Hamburg entdeckte sie ihre Liebe zum Wirtschaftsjournalismus, der sie seit März 2023 beim wir-Magazin frönen darf.

