Der deutsche Hersteller von Werkzeug Einhell steigt als Hauptanteilseigner bei dem kanadischen Unternehmen King Canada ein. Der Abschluss der Transaktion ist für Anfang März geplant.

Nach einem Rekord Umsatz von 920 Millionen Euro im vergangenen Jahr will die Einhell Germany AG weiter wachsen. Der deutsche Werkzeughersteller plant zum 1. März die Übernahme der Outillages King Canada, Inc. – einem kanadischen Händler von Elektrowerkzeugen, Industrieausrüstung und Zubehör. Wie hinter Einhell steckt auch hinter King Canada eine Unternehmerfamilie. Howard Richman, der bis dato Hauptanteilseigner des Unternehmens dem Sitz in Montreal ist, wird ein Drittel der Anteile behalten und weiterhin als Präsident von King Canada sowie im Vorstand des Unternehmens fungieren. Die restlichen Unternehmensanteile gehen an den Werkzeughersteller aus Landau an der Isar in Niederbayern.

Für Andreas Kroiss (Bild), den Vorstandsvorsitzenden der Einhell Germany AG, ist die Transaktion ein wichtiger Schritt für die internationale Wachstumsstrategie. Durch die Akquisition der Mehrheit von King Canada würde sein Unternehmen Zugang zum drittgrößten Do-it-yourself-Markt der Welt erhalten.

King Canada Inc. hat seine Wurzeln im Jahr 1910 als Ableger einer Stahlfirma. 1983 stieg King in Zusammenarbeit mit seinen Partnerbetrieben in den Vertrieb von Maschinen, Elektrowerkzeugen und Industrieanlagen ein. Das kanadische Unternehmen deckt das gesamte Land mit 400 Servicezentren ab und hat knapp 40.000 Teile im Portfolio.

Familie Thannhuber und der Name Einhell

Der neue Mehrheitseigner der Kanadier wurde offiziell 1964 gegründet. Damals übernahm Josef Thannhuber ein Installationsgeschäft von seinem Onkel Hans Einhell. Das Unternehmen entwickelte sich zu einem Fertiger für Werkzeuge und Gartengeräte. 1986 ging Einhell mit Thannhuber an der Spitze an die Börse. Erster Vorsitzender der Aufsichtsrats wurde Prof. Dr. Reinhold Würth aus Künzelsau. Mitte der 90er Jahre übergab Thannhuber die operative Leitung des Unternehmens an Fremdmanager. 2000 übernahm er den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden von Würth. Nach 15 Jahren an der Spitze des Gremiums verließ Josef Thannhuber im Alter von 77 Jahren den Aufsichtsrat und somit das von ihm gegründete Unternehmen. Sein Sohn Philipp Thannhuber zog als Nachfolger in das Gremium ein. Den Vorsitz übernahm Prof. Dr. Dieter Spath, der zwischen 2006 und 2015 bereits stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender war.

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