Bei dem Maschinen- und Anlagenbauer Dürr AG bleibt CFO Dietmar Heinrich im Amt. Die Doppelspitze hat also weiterhin Bestand.

Seit August 2020 ist Dietmar Heinrich CFO des Maschinen- und Anlagenbauers Dürr AG. Damals trat er die Nachfolge von Carlo Crosetto an. Carlo Crosetto verließ seinerzeit das Unternehmen nach drei Jahren auf eigenen Wunsch. Dietmar Heinrich kam damals vom Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler, bei dem er die gleiche Rolle bekleidete wie bei Dürr.

Anfang August wurde nun der Vertrag des CFO bis zum 30. September 2026 verlängert. Ursprünglich war der Vertrag lediglich bis 31. Juli 2023 aufgesetzt. Gerhard Federer, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Dürr AG, sagt über den Schritt: „Dietmar Heinrich ist ein erfahrener, zupackender und strukturierter Finanzvorstand mit hervorragendem Verständnis für das operative Geschäft und großer Nähe zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In den vergangenen zwei Jahren hat er wichtige Initiativen auf den Weg gebracht, unter anderem im Zusammenhang mit der Cashflow-Generierung des Konzerns, der Neuausrichtung des Finanz- und IT-Bereichs sowie bei der Weiterentwicklung der Kapitalmarktkommunikation. Seine Vertragsverlängerung ist ein wichtiges Zeichen der Kontinuität in der Schlüsselposition des Finanzvorstands.“

Eine weitere Verlängerung des Vertrags wird es aber nicht mehr geben können, denn Heinrich wird im Jahr 2026 die Altersgrenze von 63 Jahren überschreiten, die für Dürr Vorstände gilt. Seine Karriere begann der studierte Wirtschaftsingenieur im Oktober 1990 bei der Alfred Kärcher GmbH & Co. KG im Controlling. Nach fünf Jahren im Familienunternehmen ging er zur Schaeffler Gruppe, in der er bis zu seinem Wechsel zu Dürr unterschiedliche Führungs- und Managementpositionen innehatte. Bei Dürr zeichnet Heinrich neben seinen Aufgaben als Finanzvorstand auch für das IT-Ressort und die Messtechnik-Division Measuring and Process Systems im Vorstand verantwortlich.

Sein Pendant in der Dürr-Doppelspitze ist seit Anfang des Jahres Dr. Jochen Weyrauch. Er löste Ralf W. Dieter ab, der seinen bis Mitte 2023 laufenden Vertrag vorzeitig kündigte.

Die Aktionärsstruktur der Dürr AG

Das Unternehmen Dürr hat seine Wurzeln im Jahr 1896, als Paul Dürr eine Bauklempnerei in Bad Cannstatt gründete. Über die Jahre entwickelte sich das Unternehmen zu einem Anlagenbauer. Heinz Dürr vertrat die dritte Unternehmergeneration im operativen Geschäft zwischen 1957 und 1980. 1989 ging Dürr an die Börse. Die Gründerfamilie ist bis heute durch die Heinz Dürr GmbH Ankeraktionär und hält 26,2 Prozent am Unternehmen. Die Heinz und Heide Dürr Stiftung besitzt 3,5 Prozent der Aktien. Der Rest befindet sich im Streubesitz – die größten institutionellen Anleger mit jeweils knapp 3 Prozent sind die schwedische Alecta Pensionsförsäkring, die Candriam Luxembourg und die Credit Suisse Fund Management S.A.. Heinz Dürr wurde 1989 mit dem Börsengang zum Aufsichtsratsvorsitzenden und behielt diese Funktion bis 2013. Seine Tochter Prof. Dr. Dr. Alexandra Dürr ist seit 2006 Mitglied im Aufsichtsrat der Dürr AG. Den Vorsitz bekleidet seit 2020 Gerhard Federer.

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