Hans-Georg Frey, der Aufsichtsratsvorsitzende der Jungheinrich AG, legt sein Amt im kommenden Frühjahr nieder. Ein Nachfolger ist noch nicht bekannt.  

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates und ehemalige Vorstandsvorsitzende der Jungheinrich AG, Hans-Georg Frey (Bild), hat der Gesellschaft mitgeteilt, sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrates und damit auch als dessen Vorsitzender mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung am 11. Mai 2023 niederzulegen. 

„Nach dann fast 16 Jahren an der Spitze von Jungheinrich, davon 12 Jahre als Vorstandsvorsitzender und knapp 4 Jahre als Aufsichtsratsvorsitzender, ist für mich der Zeitpunkt für eine Veränderung gekommen“, sagt der 68-Jährige. „Die frühzeitige Ankündigung ermöglicht es der Gesellschaft, einen professionellen Prozess zur Regelung der Nachfolge einleiten zu können.“ Hans-Georg Frey wechselte 2019 von der operativen Geschäftsführung in den Aufsichtsrat des Familienunternehmens. Den Vorstandsvorsitz übergab er an Dr. Lars Brzoska Wer Nachfolger an der Spitze des Aufsichtsgremiums werden wird, dazu machte das Unternehmen auf Nachfrage keine Angabe.  

„Die Gesellschafterfamilien Lange und Wolf bedauern diesen Schritt und danken Herrn Frey bereits jetzt für sein erfolgreiches und großes Engagement für Jungheinrich über so viele Jahre“, so Wolff Lange und Andreas Wolf, die Vertreter der Gesellschafterfamilie im Aufsichtsrat. Wolff Lange ist seit 2005 Mitglied im Aufsichtsgremium. Andreas Wolf sitzt seit 2018 im Aufsichtsrat.  

Jungheinrich AG: Ein Weltkonzern in Familienhand 

Hermann Jungheinrich gründete 1908 mit dem Im- und Exportunternehmen H. Jungheinrich & Co. den Vorgänger der heutigen Aktiengesellschaft. Friedrich Jungheinrich gründete das Unternehmen 1953 unter dem Namen H. Jungheinrich und Co. Maschinenfabrik. In den 1950er und 1960er Jahren gründete die Firma die ersten Auslandsgesellschaften. Das Logistik-Unternehmen blieb nach dem Tod von Friedrich Jungheinrich 1968 unter den Gesellschafterfamilien Lange und Wolf weiterhin ein Familienunternehmen und ist seit 1990 börsennotiert. Heute beschäftigt das Familienunternehmen circa 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von 4,24 Milliarden Euro. Zum Unternehmen gehören 13 Produktionsstandorte und 41 Service- und Vertriebsgesellschaften. Die Aktie des Familienunternehmen ist aktuell im MDAX notiert. Am Kapitalmarkt werden lediglich Vorzugsaktien gehandelt, die nicht stimmberechtigt sind. Alle Stammaktien sind in Besitz der Unternehmerfamilie.  

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