Das Private ist politisch, Teil 1: Warum Bonita Grupp auch CDU-Politikerin ist

Artikel anhören
Artikel zusammenfassen
Teilen auf LinkedIn
Teilen per Mail
URL kopieren
Drucken

Ich engagiere mich in der CDU, weil sie eine Partei der Mitte ist. Auf Augenhöhe und mit einem langfristigen Blick geht sie wirtschaftliche Themen an. Für eine stabile Demokratie brauchen wir starke Parteien in der politischen Mitte. Koalitionen mit drei oder mehr Partnern haben sich – wie wir bereits erleben konnten – als wenig zielführend erwiesen und stärken zudem die politischen Ränder.

Es ist entscheidend, wirtschaftliche Themen wieder in den Mittelpunkt zu rücken und die soziale Marktwirtschaft zu stärken. Damit Deutschland als Wirtschaftsstandort langfristig konkurrenzfähig bleibt, braucht es ein Steuersystem, das Leistung fördert und Anreize für längeres Arbeiten im demografischen Wandel schafft. Zudem muss der Bürokratieabbau schnellstmöglich vorangetrieben werden, die gezielte Einwanderung von Fachkräften erleichtert werden und mehr Eigenverantwortung gefordert werden.

Leistung muss sich wieder lohnen – genau das verspricht die CDU in ihrem Wahlprogramm. Wenn diese Ansätze umgesetzt werden, was natürlich auch vom Koalitionspartner abhängt, würde dies den Produktionsstandort Deutschland, den Mittelstand und auch Unternehmen wie Trigema stärken. Unser Land hat enormes Potenzial, das wir nutzen müssen, um weiterhin zu den führenden Wirtschaftsnationen der Welt zu gehören.

Info

Dieser Text ist Teil einer Kolumnen-Reihe zum Thema Unternehmertum und Politik. In der Onlineausgabe des wir-Magazins stellen Familienunternehmerinnen und Familienunternehmer, die auch in Parteien der demokratischen Mitte aktiv sind, kurz und knapp die Schnittmenge zwischen ihrem Unternehmertum und ihrem persönlichen politischen Engagement dar. Bonita Grupp ist ihrem Vater Wolfgang Grupp bei Trigema gemeinsam mit ihrem Bruder nachgefolgt und sitzt für die CDU im Kreistag des Zollernalbkreises.

Durch eine CDU-geführte Regierung würden wir uns erhoffen, dass durch weniger Bürokratie Projekte und Vorhaben schneller umgesetzt werden können, es wieder mehr Anreize gibt in Vollzeit und darüber hinaus zu arbeiten und der Fachkräftemangel durch Arbeitsanreiz und gezielte Fachkräfteeinwanderung reduziert wird. 35 Prozent unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Trigema haben einen Migrationshintergrund. Ohne diese Fachkräfte könnten wir unsere Produktion nicht aufrechterhalten – so wie viele andere Unternehmen auch. Daher ist es wichtig, gerade in diesem Bereich das Einwanderungsgesetz zukunftsweisend zu reformieren.